Experten sehen US-Wirtschaft trotz politischer Turbulenzen robust
Yale-Ökonomin Pinelopi Goldberg argumentiert, dass die amerikanische Wirtschaft krisenresistenter ist als oft angenommen. Trotz unberechenbarer Politik zeigen wichtige Indikatoren Stabilität.
Die US-Wirtschaft trotzt düsteren Prognosen: Das Wachstum im zweiten Quartal 2025 lag mit 3,8 Prozent über Erwartungen, die Inflation bleibt trotz Zollerhöhungen relativ stabil, und die Aktienmärkte sind gestiegen. Diese positiven Signale überraschen viele Beobachter, die vor wirtschaftlichen Turbulenzen gewarnt hatten.
Laut der renommierten Wirtschaftswissenschaftlerin Pinelopi Goldberg von der Yale University ist dies kein Zufall: Die US-Regierung habe auf Marktreaktionen reagiert und ihre Handelspolitik teilweise angepasst. Allerdings warnt Goldberg vor langfristigen Folgen: Zölle, rechtliche Unsicherheit und unberechenbare Politikgestaltung könnten später zu höheren Verbraucherpreisen und Vergeltungsmaßnahmen anderer Länder führen.
Trotzdem bleibt Goldberg optimistisch. Die USA hätten historisch bewiesen, sich immer wieder neu zu erfinden – insbesondere durch technologische Innovationen wie künstliche Intelligenz. Diese Dynamik sei der Schlüssel zur wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit und mache Pessimismus gegenüber der US-Wirtschaft langfristig unbegründet.