Datenteilen für industrielle KI – Körte wirbt für europäische Strategie
Der Siemens-Vorstand Peter Körte plädiert dafür, dass Unternehmen ihre Betriebsdaten für die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz zusammenlegen. Nur so könne Europa bei der industriellen KI konkurrenzfähig bleiben.
Während frei verfügbare KI-Modelle wie ChatGPT im Alltag ausreichen, braucht es für industrielle Anwendungen deutlich höhere Standards. Das betont Peter Körte, Technologie- und Strategievorstand von Siemens, in einem Gastkommentar. Eine Turbine oder ein Roboter könnten nicht einfach "meistens" funktionieren – hier seien Zuverlässigkeit und Sicherheit von entscheidender Bedeutung.
Nach Körtes Überzeugung liegt Europas Wettbewerbschance in einer speziell mit Industriedaten trainierten KI. Um diese zu entwickeln, müssten Unternehmen ihre Daten verstärkt teilen und zusammenarbeiten. Dies könne der Kontinent nutzen, um die nächste industrielle Revolution anzuführen und nicht den Anschluss zu verlieren.
Der Siemens-Executive sieht darin einen strategischen Weg für Europa, um im globalen Wettbewerb um Technologie und Innovation bestehen zu können. Besonders für deutsche Ingenieure, die hohe Qualitätsstandards gewohnt sind, sei eine solche Herangehensweise notwendig.