Gastkommentar: Industrielle KI – Unternehmen müssen ihre Daten teilen
Der Autor: Peter Körte ist Technologie- und Strategievorstand von Siemens. Foto: Jürgen Lösel/dpa, Siemens [M]
Oft reichen einfach 80 Prozent. Wenn wir eine schnelle Nachricht für den Geschäftspartner in Japan brauchen. Einen Wochenplan fürs Abendessen. Eine Überschrift für das Urlaubsfoto auf Instagram. Dafür nutzen wir ChatGPT und andere Large Language Models. Sie sind trainiert auf vorwiegend öffentlich zugänglichen, massenhaft verfügbaren Texten und meist kostenlos als App im Internet verfügbar.
Da nehmen wir es gerne hin, dass alles nicht wirklich perfekt, nicht hundertprozentig ist. Für unseren Alltag sind sie gut genug. Und nur ganz nebenbei: In Deutschland hätten wir diese Modelle so schnell nicht entwickelt. Das Unfertige ist für einen deutschen Ingenieur eine Zumutung.
Wenn wir jedoch an die KI in industriellen Umgebungen denken, sieht die Sache ganz anders aus. Eine Turbine kann nicht nur „meistens“ gut funktionieren, ein Industrieroboter nicht „überwiegend“ zuverlässig sein. 80, 90 Prozent reichen hier nicht aus. Industrielle Technik muss in einem Maße sicher, zuverlässig und vertrauenswürdig sein, wie wir das aus unserem Alltag nicht kennen – und auch nicht brauchen.
Unsere Partner
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Produktvergleich – schnell zum besten Produkt



