Dooring-Unfälle: So schützen sich Rad- und Autofahrer
Wenn Autofahrer unachtsam ihre Türen öffnen, kann das für Radfahrer tödlich enden. Experten haben konkrete Tipps, wie sich solche Unfälle vermeiden lassen.
Sogenannte Dooring-Unfälle passieren häufiger als gedacht: Ein Autoinsasse öffnet die Tür, ein Radfahrer kann nicht mehr ausweichen und prallt dagegen. Solche Unfälle sind bei Fahrradkollisionen innerorts mit geparkten Autos überraschend häufig – in über der Hälfte der Fälle spielen sie eine Rolle. Ein tragischer Fall aus Berlin zeigt die Gefahr: Ein 50-jähriger Radfahrer starb, nachdem er gegen eine geöffnete Taxitür fuhr.
Autofahrer können das Risiko deutlich senken, wenn sie beim Aussteigen einen einfachen Trick nutzen: den sogenannten holländischen Griff. Dabei öffnet man die Tür mit der Hand auf der anderen Seite des Körpers – wer links sitzt, öffnet mit rechts. Das zwingt einen automatisch, den Oberkörper zu drehen und nach hinten zu schauen. Verkehrssicherheitsexperten betonen jedoch: Auch in die Spiegel blicken ist wichtig. Für Radfahrer empfehlen Verbände, mindestens einen Meter Abstand zu geparkten Fahrzeugen zu halten – besser noch 1,20 Meter.
Auf städtischer Ebene geht es um Straßenplanung: Neuere Richtlinien sehen vor, Fahrradstreifen durch mindestens 75 Zentimeter breite Trennstreifen von Parkplätzen zu trennen. Allerdings betrifft das nur neue Projekte. Der ADFC fordert zudem, dass Ordnungsämter Falschparker konsequenter ahnden – denn auch die beste Infrastruktur hilft nichts, wenn Regeln missachtet werden.