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Dooring-Unfälle: So schützen sich Rad- und Autofahrer

11. September 2025· Hitkanal.FM Redaktion

Wenn Autofahrer unachtsam ihre Türen öffnen, kann das für Radfahrer tödlich enden. Experten haben konkrete Tipps, wie sich solche Unfälle vermeiden lassen.

Sogenannte Dooring-Unfälle passieren häufiger als gedacht: Ein Autoinsasse öffnet die Tür, ein Radfahrer kann nicht mehr ausweichen und prallt dagegen. Solche Unfälle sind bei Fahrradkollisionen innerorts mit geparkten Autos überraschend häufig – in über der Hälfte der Fälle spielen sie eine Rolle. Ein tragischer Fall aus Berlin zeigt die Gefahr: Ein 50-jähriger Radfahrer starb, nachdem er gegen eine geöffnete Taxitür fuhr.

Autofahrer können das Risiko deutlich senken, wenn sie beim Aussteigen einen einfachen Trick nutzen: den sogenannten holländischen Griff. Dabei öffnet man die Tür mit der Hand auf der anderen Seite des Körpers – wer links sitzt, öffnet mit rechts. Das zwingt einen automatisch, den Oberkörper zu drehen und nach hinten zu schauen. Verkehrssicherheitsexperten betonen jedoch: Auch in die Spiegel blicken ist wichtig. Für Radfahrer empfehlen Verbände, mindestens einen Meter Abstand zu geparkten Fahrzeugen zu halten – besser noch 1,20 Meter.

Auf städtischer Ebene geht es um Straßenplanung: Neuere Richtlinien sehen vor, Fahrradstreifen durch mindestens 75 Zentimeter breite Trennstreifen von Parkplätzen zu trennen. Allerdings betrifft das nur neue Projekte. Der ADFC fordert zudem, dass Ordnungsämter Falschparker konsequenter ahnden – denn auch die beste Infrastruktur hilft nichts, wenn Regeln missachtet werden.

H
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