USA, EU und Japan gründen Rohstoff-Allianz gegen China-Abhängigkeit
Drei Wirtschaftsmächte wollen ihre Lieferketten für seltene Erden und kritische Mineralien diversifizieren. Ein Ministertreffen in Washington besiegelt die neue Partnerschaft.
Die Vereinigten Staaten, die Europäische Union und Japan haben sich auf eine strategische Zusammenarbeit bei der Sicherung kritischer Rohstoffe geeinigt. Ziel der neuen Partnerschaft ist es, die starke Abhängigkeit von China bei seltenen Erden und anderen für die Hochtechnologie essentiellen Materialien zu verringern. Das kündigte US-Vizepräsident JD Vance nach einem Ministertreffen in Washington an, an dem auch Vertreter von über 50 weiteren Ländern teilnahmen.
Die Partner planen unter anderem einen zollfreien Handel mit diesen kritischen Rohstoffen und wollen Mindestpreise für bestimmte Materialien vereinbaren. Deutschland signalisierte Interesse an dem Vorhaben – Außen-Staatsminister Florian Hahn nahm am Treffen teil. Rohstoffe wie seltene Erden sind unverzichtbar für die Produktion von Elektroautos, Windrädern und anderen modernen Technologien.
China dominiert derzeit etwa 60 Prozent der weltweiten Produktion dieser Rohmaterialien und kontrolliert durch seine Verarbeitungskapazitäten den globalen Markt. Im Vorjahr verschärfte Peking die Exportkontrollen, was zu Produktionsverzögerungen in Europa und den USA führte. China äußerte sich zu der neuen Allianz zurückhaltend und betonte seine bisherige Rolle bei der Sicherung globaler Lieferketten.