Gegen Trump: Grünen-Legende fordert Bundeswehrmanöver in Grönland

Gegen Trump: Grünen-Legende fordert Bundeswehrmanöver in Grönland

Gegen Trump: Grünen-Legende fordert Bundeswehrmanöver in Grönland

Jürgen Trittin will US-Präsident „abschrecken“

Dänische Truppen bei einem internationalen Militärmanöver in Grönland

Die Bundeswehr 2024 beim NATO-Manöver Nordic Response 2024 in Norwegen

Berlin – Brisante Forderung in der Debatte um den Umgang mit US-Präsident Donald Trump (79): Deutschland soll sich an Militärmanövern in und um Grönland beteiligen, um die Übernahme der Insel durch die USA zu erschweren. Dies fordert Jürgen Trittin, früherer Umweltminister und Bundestagsabgeordneter der Grünen.

„Wir sind in einer Situation, wo wir in Grönland auf die Situation zulaufen können, dass ein Nato-Staat einen anderen Nato-Staat angreift“, sagte Trittin im Podcast von BILD-Vize Paul Ronzheimer.

Hintergrund ist die Forderung von Trump, der Grönland „aus Gründen der nationalen Sicherheit“ für die USA beansprucht. Seinem Außenminister Marco Rubio zufolge will Trump das Territorium, das jetzt schon US-Truppen beherbergt, aber zu Dänemark gehört, kaufen. Trump selbst schließt jedoch auch einen Einsatz des US-Militärs nicht aus.

Abschreckung braucht „auch eine militärische Komponente“

Trittin kritisiert den Umgang der Europäer mit dem US-Präsidenten: „Sie glauben immer noch, mit Angeboten auf Gemeinsamkeit, mit Beschwichtigung entgegenzukommen, bei Trump irgendetwas zu bewegen.“

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Die europäische Antwort müsse „Gegendruck“ sein, so der Grüne. Trittin fordert im Ronzheimer-Podcast: „Erstens könnten wir jetzt mal anfangen, Militärmanöver in und um Grönland zu machen.“ Frankreich habe nach Trumps ersten Ankündigungen „ein Schiff vorbeigeschickt“, jetzt könnte Deutschland mit den Franzosen „gemeinsam solche Dinge auf den Weg bringen“.

Der Grüne weiter: „Es geht darum, den Preis hochzutreiben, dass das nicht einfach handstreichartig über die Bühne geht.“ Abschreckung brauche „auch eine militärische Komponente“, so Trittin.

Erst vor wenigen Monaten nahm die deutsche Marine an einer internationalen Übung teil, die auch vor Grönlands Küste stattfand. Doch das reicht dem Grünen offenbar noch nicht.

Ex-Grünen-Politiker Jürgen Trittin (71)

Ex-Grünen-Politiker Jürgen Trittin (71)

US-Präsident Donald Trump begründete den Anspruch der USA auf Grönland mit der Abwehr von Russland und China. „Wir werden in Sachen Grönland etwas unternehmen, ob es ihnen gefällt oder nicht“, sagte Trump am Freitag. „Denn wenn wir es nicht tun, werden Russland oder China Grönland übernehmen, und wir werden Russland oder China nicht als Nachbarn haben.“

Trump: „Man verteidigt keine Pachtverträge“

Die militärische Präsenz der USA reiche nicht aus, um die Verteidigung Grönlands zu garantieren. „Man verteidigt Eigentum. Man verteidigt keine Pachtverträge“, sagte Trump. Die Äußerungen stoßen in Europa auf scharfe Kritik. Am Dienstag hatten Frankreich, Deutschland, Italien, Polen, Spanien, Großbritannien und Dänemark in einer gemeinsamen Erklärung mitgeteilt, dass nur Grönland und Dänemark über ihre Beziehungen entscheiden könnten.

Die Insel mit ihren 57.000 Einwohnern ist ein autonomes Gebiet des Königreichs Dänemark. Die USA und Dänemark sind durch die Nato-Mitgliedschaft zu gegenseitigem Beistand verpflichtet.

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