Geheime Fluchtrouten: Frontex wirft Belarus staatliche Unterstützung vor

An der Grenze zu Litauen, Lettland und Polen werden regelmäßig unterirdische Wege entdeckt, durch die Migranten die EU erreichen. Die europäische Grenzagentur vermutet die Beteiligung offizieller belarusischer Stellen.
Die europäische Grenzschutzagentur Frontex hat schwerwiegende Vorwürfe gegen Belarus erhoben. Wie WDR und NDR berichten, ermittelt die Behörde gegen den Verdacht, dass staatliche Akteure beim Bau von Tunneln zur illegalen Einreise in die EU beteiligt sind.
Seit mehreren Monaten finden Sicherheitskräfte regelmäßig solche unterirdischen Fluchtrouten in den drei EU-Ländern Litauen, Lettland und Polen. Die Tunnel dienen Migranten offenbar als Durchgangsrouten von belarusischem Gebiet ins EU-Ausland. Dies deutet für Frontex auf eine organisierte Struktur hin, bei der auch offizielle belarusische Stellen eine Rolle spielen könnten.
Der Fund dieser Tunnel zeigt ein gezieltes Schema der Schleusung und markiert eine neue Dimension des Migrationskonflikts an der europäisch-belarusischen Grenze.