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Geheimnis gelüftet: Wer hinter der berüchtigten Halle-Stasi-Liste steckt

30. Oktober 2026· Florian Bergmann

Nach über 30 Jahren brechen die Autoren der umstrittenen Informantenliste von 1992 ihr Schweigen. Die Namen von rund 4.500 Stasi-Spitzeln wurden damals in Halle publik – jetzt gibt es erstmals Klarheit über die Verantwortlichen.

Eine sensationelle Publikation von 1992 beschäftigt Halle bis heute: Eine Liste mit etwa 4.500 Namen von inoffiziellen Mitarbeitern der Stasi sorgte damals für erhebliche Aufregung in der Stadt. Doch die Frage, wer diese heikle Zusammenstellung überhaupt zusammengetragen und veröffentlicht hatte, blieb lange Zeit im Dunkeln.

Jetzt endet dieses Rätsel. Die damaligen Verfasser machen erstmals öffentlich, wie und warum sie tätig wurden. Sie beenden damit eine jahrzehntelange Phase der Anonymität, in der die genauen Hintergründe dieser umstrittenen Veröffentlichung Spekulationen ausgesetzt waren.

Die Offenlegung der Namen ehemaliger Spitzel war damals gesellschaftlich hochbrisant. Sie wirft bis heute Fragen zum Umgang mit der Stasi-Vergangenheit und zur Rolle solcher Listen in der Aufarbeitung auf. Mit dem Bruch des Schweigens könnten sich nun einige dieser Fragen klären lassen.

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