Wie Unternehmerfamilien ihr Vermögen anlegen
Eine aktuelle Umfrage zeigt: Unternehmerfamilien beschäftigen sich zunehmend mit Steuerfragen und geopolitischen Risiken. Ihre Investmentstrategien verraten einiges über ihre Sorgen.
Unternehmerfamilien in Deutschland blicken derzeit mit wachsender Besorgnis auf ihre wirtschaftliche Zukunft. Das zeigt eine neue Studie der Privatbank Pictet, die zusammen mit dem Wittener Institut für Familienunternehmen durchgeführt wurde. Demnach sind mögliche Steuererhöhungen, der schwindende Einfluss Europas und internationale Handelskonflikte die Themen, die Familienunternehmer derzeit am meisten bewegen.
Ein zentrales Anliegen ist die Erbschaftsteuer. Mit einem baldigen Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur steuerlichen Begünstigung von Betriebsvermögen rechnen Experten in absehbarer Zeit. Falls der Verschonungsschutz kippen sollte, müssten neue Regeln gelten – möglicherweise ohne bisherige Vergünstigungen. Diese Unsicherheit wirkt sich auch auf die Geldanlagen aus.
Doch auch geopolitische Risiken gewinnen an Bedeutung. Experten weisen darauf hin, dass international angespannte Situationen zu erheblicher Marktvolatilität führen können. Für Unternehmerfamilien wird es daher immer wichtiger, ihre Vermögensanlage breit zu streuen und verschiedene Szenarien zu berücksichtigen.