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Finnische Kandidatur im Fokus: Die Suche nach dem neuen EZB-Vizepräsidenten

19. Januar 2026· Hitkanal.FM Redaktion

Die Euro-Zone muss einen neuen Vizepräsidenten für die Europäische Zentralbank wählen. Sechs Kandidaten stehen zur Auswahl – doch ein Finne hat die besten Chancen. Die Entscheidung fällt bald.

Die Finanzminister der Euro-Zone beraten am Montag über die Nachfolge von Luis de Guindos, dessen Amtszeit als EZB-Vizepräsident im Mai endet. Mit sechs Bewerbern ist das Kandidatenfeld in diesem Jahr ungewöhnlich groß. Experten rechnen damit, dass die Entscheidung relativ schnell fallen könnte – oder aber erst im Februar getroffen wird, wenn die Finanzminister mehr Zeit zur Beratung nehmen.

Als klarer Favorit gilt der Finne Olli Rehn. Der 63-jährige Ökonom leitet seit 2018 die finnische Notenbank und bringt umfangreiche Erfahrung mit: Er war Wirtschaftsminister seines Landes, zehn Jahre EU-Kommissar und verfügt über Krisenerfahrung aus der europäischen Schuldenkrise. Sowohl Fachleute als auch Marktbeobachter bescheinigen ihm große Eignung für das Amt.

Allerdings spielen bei der Besetzung auch nationale Interessen eine große Rolle. So hat Spanien bewusst keinen Nachfolgekandidaten nominiert – das Land zielt auf die noch mächtigere Position der EZB-Präsidentschaft ab, die 2027 neu vergeben wird. Weitere Kandidaten kommen aus Portugal, Lettland, Estland, Litauen und Kroatien. Überraschungen sind möglich, da nicht nur Fachkompetenz, sondern auch geografische Proporz-Kriterien berücksichtigt werden. Die endgültige Entscheidung treffen die Staats- und Regierungschefs beim EU-Gipfel im März.

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