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Sparkassen-Einbruch in Gelsenkirchen: Minister Reul zieht Bilanz

13. Januar 2026· Hitkanal.FM Redaktion

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul hat sich zum spektakulären Sparkassen-Überfall in Gelsenkirchen geäußert. 230 Ermittler suchen nach den Tätern. Viele Sicherheitslücken werden nun untersucht.

Der Einbruch in die Sparkassen-Filiale Gelsenkirchen wirft Fragen zur Sicherheit auf. Bei einer Sondersitzung des Innenausschusses im Landtag berichtete Innenminister Herbert Reul (CDU), dass die Polizei mit einem großen Aufgebot ermittelt. Mehr als 230 Beamte sind demnach mit der Aufklärung des Falls befasst, dessen Schaden Ermittler inzwischen im dreistelligen Millionenbereich vermuten.

Die Täter gelangten Berichten zufolge durch eine manipulierte Fluchttür vom Parkhaus ins Gebäude. Sie durchbohrten gezielt die Wand des Tresorraums und öffneten rund 3.100 Schließfächer. Dabei hätten sie mehrere Sicherheitssysteme überwunden, ohne einen Einbruchalarm auszulösen. Nach Informationen von Ermittlern fehlten Bewegungsmelder im Tresorraum, und die Kameraüberwachung zeichnete nur während der Öffnungszeiten auf. Diese Lücken werden nun untersucht – ebenso wie die Frage, ob Insider beteiligt waren. Reul verglich die handwerkliche Professionalität mit einem Kinofilm.

Die Aufklärung wird sich hinziehen: Etwa eine halbe Million Gegenstände liegen verstreut im Tresor- und Archivraum und müssen untersucht werden. Zusätzlich werten Ermittler 10.000 Stunden Videomaterial von umliegenden Überwachungskameras aus. Anwälte mehrerer Schließfachbesitzer bereiten bereits Klagen gegen die Sparkasse vor. Die Bank hatte versichert, ihre Sicherheitstechnik entspreche dem Stand der Technik – eine Aussage, die unter Ermittlern offenbar auf große Skepsis trifft.

H
Hitkanal.FM Main
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