← Zurück zu Allgemein Allgemein

Metall- und Elektroindustrie: Gesamtmetall warnt vor massivem Jobabbau

08. März 2026· Hitkanal.FM Redaktion

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall rechnet 2024 mit bis zu 150.000 verlorenen Arbeitsplätzen in der Branche. Die Lage wird als kritischste seit Gründung der Bundesrepublik beschrieben.

Die Metall- und Elektroindustrie steckt nach Einschätzung des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall in einer tiefgreifenden Krise. Der Verband prognostiziert für das laufende Jahr den Verlust von bis zu 150.000 Stellen. Hauptgeschäftsführer Oliver Zander spricht von einer Deindustrialisierung und beschreibt die Aussichten als außergewöhnlich düster.

Als Hauptprobleme identifiziert Zander strukturelle Herausforderungen am Standort Deutschland: zu hohe Energiekosten, überproportionale Unternehmensteuern, steigende Sozialabgaben und eine unüberschaubare Bürokratie. Besonders kritisiert der Verbandsvertreter den fehlenden systematischen Ansatz beim Bürokratieabbau – auch in den öffentlichen Verwaltungen selbst sieht Zander Rationalisierungspotenzial.

Die Bilanz ist beeindruckend: Seit zwei Jahren befindet sich die Branche in einer Rezession, insgesamt gingen seit 2018 bereits 270.000 Arbeitsplätze verloren. Die Beschäftigtenzahl fiel zuletzt unter 3,8 Millionen – ein Stand, den die Industrie zuletzt 2015 verzeichnete. Während Großaufträge aus dem Verteidigungssektor zuletzt für einen kurzfristigen Auftragsimpuls sorgten, bleibt die allgemeine Geschäftslage außerhalb des Rüstungssektors schwach.

H
Hitkanal.FM Main
Bereit zum Abspielen