Debatte um Sicherheit deutscher Goldreserven in New York
Die Bundesbank lagert über 1.200 Tonnen Gold in den USA. Politiker und Notenbank-Experten fragen sich nun, ob diese wertvollen Reserven noch sicher sind – und ob die USA sie als Druckmittel nutzen könnten.
In Berlin und Frankfurt wächst die Besorgnis um das deutsche Gold, das sich in amerikanischen Tresoren befindet. Die Bundesbank verwahrt derzeit 1.236 Tonnen ihrer Reserven bei der regionalen US-Notenbank in New York – ein Vermögen von etwa 164 Milliarden Euro.
Während die Bundesbank bisher davon ausgeht, dass die Goldbestände sicher aufgehoben sind, werden aus politischen Kreisen und aus der Notenbank selbst Zweifel laut. Befürchtungen entstehen, dass die Trump-Administration die wertvollen Reserven möglicherweise als Verhandlungsmasse in internationalen Konflikten einsetzen könnte.
Die Debatte deutet auf ein grundsätzliches Vertrauensproblem hin: Sollte Deutschland seine Goldreserven zukünftig anders lagern oder einen Teil zurück ins Land holen? Die Bundesbank müsste ihre bisherige Position überdenken, falls die politische Situation in den USA für Deutschland kritischer wird.