Gold und Silber: Edelmetallmarkt am Limit. Foto: REUTERS
Gold und Silber: „Wir saufen ab“ – Edelmetallhändler kämpfen mit Lieferengpässen
Frankfurt. Michael Eubels Stimme klingt gestresst. „Wir saufen ab, aber sowas von“, sagt er. Seit gut sechs Wochen herrsche Ausnahmezustand in der Abteilung Sorten und Edelmetalle der BayernLB. Die Landesbank ist der mit Abstand größte Edelmetall-Großhändler in Deutschland.
Eubel leitet diese Abteilung bereits seit gut 20 Jahren. Doch so etwas hat er noch nie erlebt. „Wir bekommen oft doppelt so viele Aufträge am Tag, wie wir bearbeiten können“, sagt er.
Seine Mitarbeiter, die Barren und Münzen aus aller Welt verpacken und weiter an die Sparkassen und Banken verschicken, könnten pro Tag eine bestimmte Anzahl an Aufträgen erledigen, und hier sei absolut das Limit erreicht. „Der Rest bleibt also liegen“, sagt Eubel.
Doch das ist nicht der einzige Engpass auf dem Edelmetallmarkt. Auch die Scheideanstalten, die aus dem Rohstoff die handelbaren Barren und Münzen prägen, arbeiten am Limit. Eubel beschreibt die Folgen so: „Wir rufen bei einer Prägestätte an, wollen 100.000 Münzen und bekommen zurückgemeldet, dass wir nur 10.000 erhalten könnten, und zwar erst in sechs Wochen.“
So wie Eubel geht es auch anderen Edelmetallhändlern, mit denen das Handelsblatt gesprochen hat. Seit Neujahr befindet sich der physische Edelmetallmarkt im Ausnahmezustand, und selbst der Crash an den Terminmärkten lindert den Engpass nicht.
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