Traditionsbäckerei Leifert meldet Insolvenz an
Die niedersächsische Bäckerei-Kette Leifert mit 40 Filialen ist insolvent. Gestiegene Energie- und Rohstoffkosten sowie schwache Nachfrage setzen die Branche massiv unter Druck.
Die Bäckerei-Kette Leifert aus Gifhorn hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung eingeleitet. Das Unternehmen beschäftigt etwa 220 Mitarbeiter und betreibt derzeit 40 Filialen. Der Familienbetrieb, der seit 1950 besteht und mittlerweile in dritter Generation geführt wird, kämpft mit massiven wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Noch vor drei Jahren hatte Leifert über 56 Standorte in der Region.
Hauptgrund für die finanzielle Schieflage sind stark gestiegene Kosten für Energie und Rohstoffe wie Mehl, Zucker und Butter. Hinzu kommt eine schwächere Nachfrage bei den Kunden. Die Bäckerei-Branche gilt als besonders energieintensiv und ist daher von Preiserhöhungen stärker betroffen als andere Branchen. Laut dem Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks haben 2024 über 300 kleinere und mittlere Betriebe ihre Pforten geschlossen.
Das Unternehmen wird bei der Sanierung von einem Generalbevollmächtigten begleitet. Die Filialen bleiben vorerst geöffnet, und das gewohnte Sortiment ist verfügbar. Die Löhne der Beschäftigten sind zunächst durch das Insolvenzgeld abgesichert. In einem nächsten Schritt sollen alle Strukturen überprüft und an die aktuellen Marktbedingungen angepasst werden.