Großbritannien investiert in eigene Chip-Produktion
Die britische Regierung will künftig gezielt bei heimischen Tech-Unternehmen KI-Chips kaufen. Mit staatlicher Unterstützung sollen innovative Firmen im Land gehalten und Abhängigkeiten von ausländischen Konzernen reduziert werden.
Großbritannien plant ein Programm strategischer Käufe von Halbleitern und KI-Technologie bei Unternehmen mit Sitz in Großbritannien. Technologieministerin Liz Kendall will die Initiative in der kommenden Woche auf der London Tech Week vorstellen. Mit diesem Schritt soll die einheimische Tech-Branche gestärkt und abwanderungsgefährdet werden.
Neben direkten Ankäufen durch staatliche Stellen sieht das Programm finanzielle Unterstützung und Investitionen in die Ausbildung vor. Die Regierung plant zudem, eine Milliarde Pfund in die KI-Forschungskapazitäten des Landes zu stecken und öffentliche Rechenkapazitäten kostenlos bereitzustellen. Damit sollen britische Forscher und Unternehmen bessere Entwicklungsbedingungen erhalten.
Hintergrund ist die wachsende Besorgnis über die Abhängigkeit von wenigen großen internationalen Anbietern wie Microsoft und Amazon Web Services. Ein parlamentarischer Bericht warnte vor dieser Konzentration und empfahl, auch die Rolle des US-Unternehmens Palantir in britischen Behörden zu überdenken. Mit der neuen Initiative will London die technologische Souveränität stärken.