Handball-EM: Spanien als Schicksalsspiel! Bundestrainer streicht diese beiden Stars

Handball-EM: Spanien als Schicksalsspiel! Bundestrainer streicht diese beiden Stars

Heute geht es bei der Handball-EM um alles oder nichts. Schicksalsspiel gegen Spanien! Nach der überraschenden Pleite gegen Serbien (27:30) steht Deutschland gegen Spanien mit dem Rücken zur Wand. Der Angriff auf das Halbfinale und eine Medaille, mit dem die DHB-Auswahl in dieses Turnier gestartet ist, hängt an diesem einen Spiel – ein Endspiel bereits in der Vorrunde.

Die Ausgangslage ist klar: Um 18 Uhr treffen Österreich und Serbien aufeinander, anschließend folgt Deutschland gegen Spanien (20.30 Uhr, ZDF und Dyn live). Gewinnt Serbien, muss die deutsche Mannschaft heute mit mindestens drei Toren Unterschied siegen, um die Hauptrunde zu erreichen. Dann braucht es keinen Rechenschieber. Erst, wenn Serbien nicht gewinnt, wird gerechnet. Sicher ist: Dieses Spiel entscheidet über Weiterkommen oder vorzeitiges Aus.

Für dieses Alles-oder-nichts-Spiel trifft Bundestrainer Alfred Gíslason (66) erneut harte Personalentscheidungen. Mit 18 Spielern war die Mannschaft ins Teamquartier nach Silkeborg gereist, doch nur 16 dürfen heute auf den Spielberichtsbogen.

Nach BILD-Informationen plant Gíslason im EM-Schicksalsspiel erneut auf Linksaußen Rune Dahmke (32), Europameister von 2016, zu verzichten. Zusätzlich soll auch Franz Semper (28/Leipzig), Linkshänder im rechten Rückraum, aus dem Kader für die Partie gegen Spanien gestrichen werden.

Rune Dahmke (32/r.) und Franz Semper (28/2.v.l.) werden gegen SApanien nicht zum Einsatz kommen

Rune Dahmke (32/r.) und Franz Semper (28/2.v.l.) werden gegen Spanien nicht zum Einsatz kommen

Gleichzeitig gibt es ein Debüt mit besonderer Brisanz. Nils Lichtlein (23) kehrt nach seinem Ausfall mit einem Bluterguss im Fuß zurück und feiert heute seine Turnier-Premiere – es ist sein erstes EM-Spiel für Deutschland. Gegen Österreich hatte Dahmke gefehlt, gegen Serbien saß Matthes Langhoff (23) draußen. Lichtlein und Langhoff stehen heute wieder zur Verfügung. Die Auswahl ist komplett – die Entscheidungen umso schärfer.

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Die Fallhöhe ist enorm. Scheitert Deutschland heute, droht das Vorrunden-Aus und damit die schlechteste EM-Platzierung der Geschichte. Platz 10 aus dem Jahr 2010 ist bislang das schwächste Abschneiden, 2014 war die DHB-Auswahl gar nicht qualifiziert. Ein frühes Scheitern wäre eine historische Blamage – elf Monate vor der Heim-WM. Der weltweit größte Handballverband mit rund 800.000 Mitgliedern stünde vor einem sportlichen Scherbenhaufen.

Dabei war der Anspruch vor dem Turnier klar. Kapitän Johannes Golla (28), Torwart Andreas Wolff (34) und Bundestrainer Alfred Gíslason (66) hatten das Halbfinale als Ziel bei der Handball-EM ausgegeben – und diese Auswahl als die beste deutsche Mannschaft beschrieben, der sie je angehört oder die sie je trainiert haben. Heute entscheidet sich, ob dieser Anspruch Bestand hat – oder bereits Geschichte ist.

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