US-Verbraucher fordern Zoll-Erstattungen von Unternehmen
Nach der Entscheidung des US-Obersten Gerichtshofs, Trump-Zölle für rechtswidrig zu erklären, fordern nicht nur Firmen ihr Geld zurück. Nun klagen auch Verbraucher gegen Unternehmen – weil diese die Zollkosten weitergegeben haben sollen.
Das Internationale Handelsgericht in New York verhandelt derzeit über Milliardensummen: Schätzungsweise 180 Milliarden Dollar haben amerikanische Importeure seit April 2025 in Zöllen gezahlt – Zahlungen, die ein Gerichtsverdikt im Februar für rechtswidrig befunden hat. Tausende Unternehmen reichen deshalb Erstattungsanträge bei der US-Regierung ein.
Doch nun zeichnet sich eine neue Konfliktfront ab: Verbraucher verklagen die gleichen Firmen, die gegen die Regierung vorgehen. Der Grund ist naheliegend – viele Unternehmen haben die Zollgebühren in Form von höheren Preisen an ihre Kunden weitergegeben. Die Verbraucher argumentieren, dass sie mittelbar geschädigt wurden und ebenfalls einen Anspruch auf Kompensation haben.
Experten warnen vor einer möglichen Klagewelle gegen amerikanische Unternehmen. Viele Firmen könnten sich somit in einer schwierigen Lage wiederfinden: Sie fordern einerseits Geld von der Regierung zurück, andererseits müssen sie sich gegen private Ansprüche ihrer eigenen Kunden verteidigen.