EU einigt sich auf Umsetzung von Trumps Zolldeal
Unter Zeitdruck hat sich die Europäische Union auf die Umsetzung eines Handelsabkommens mit den USA geeinigt. Bis 4. Juli sollen Zölle auf viele amerikanische Waren fallen.
Die EU-Institutionen haben sich in der Nacht zum Mittwoch auf einen Kompromiss zur Umsetzung des Zolldeals mit den USA geeinigt. Nach einem Telefonat zwischen Ursula von der Leyen und Donald Trump vor zwei Wochen hatte der US-Präsident der Europäischen Union eine Frist bis zum 4. Juli gesetzt, um die vereinbarten Handelserleichterungen in Kraft zu setzen.
Kern der Einigung: Die EU wird Zölle auf US-Industriegüter abschaffen und amerikanischen Meeresfrüchten sowie Agrarprodukten bessere Marktzugänge gewähren. Im Gegenzug verpflichten sich die USA, Zollsätze auf europäische Waren grundsätzlich bei maximal 15 Prozent zu deckeln. Besonders die deutsche Autoindustrie könnte von der Vereinbarung profitieren.
Das Europaparlament muss das Abkommen während seiner Plenartagung Mitte Juni in Straßburg ratifizieren, um Trumps Deadline einzuhalten. Anderenfalls drohte der US-Präsident mit deutlich höheren Zöllen auf europäische Importe.