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Starmer kritisiert Trumps Grönland-Zölle als "völlig falsch"

17. Januar 2026· Katharina Vogt

Britischer Premierminister lehnt US-Zolldrohungen gegen europäische Nato-Länder ab. Trump will Zusatzzölle bis 25 Prozent gegen acht Staaten verhängen, falls Grönland nicht verkauft wird. Europäer koordinieren Gegenmaßnahmen.

Der britische Premierminister Keir Starmer hat die Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump im Grönland-Konflikt scharf kritisiert. Es sei "völlig falsch", Strafzölle gegen Verbündete zu verhängen, die sich für die Nato-Sicherheit einsetzen. Starmer kündigte an, das Thema direkt mit der US-Regierung besprechen zu wollen. Großbritannien unterstreicht dabei: Grönland ist Teil Dänemarks, und nur die Grönländer und Dänen entscheiden über die Zukunft der Insel.

Trump droht mit gestaffelten Zöllen gegen Deutschland, Dänemark, Finnland, Frankreich, die Niederlande, Norwegen, Schweden und Großbritannien. Ab Februar sollen zehn Prozent Zusatzzölle gelten, ab Juni 25 Prozent auf alle in die USA exportierten Waren. Grund ist Trumps Anspruch auf die arktische Insel. Deutschland und die anderen betroffenen Länder haben diese Drohung in einer gemeinsamen Erklärung als Verstoß gegen transatlantische Beziehungen zurückgewiesen.

Europaweit wird jetzt an Gegenmaßnahmen gearbeitet. Frankreich bereitet die Aktivierung eines EU-Instruments gegen wirtschaftliche Nötigung vor. Die EU-Kommission, mehrere Regierungschefs und Wirtschaftsverbände fordern geschlossenes Handeln und lehnen Nachgiebigkeit ab. Gleichzeitig gibt es auch Widerstand in den USA: Demokratische Senatoren und sogar einige Republikaner kritisieren Trumps Kurs als wirtschaftsschädlich und spalterisch für die Nato.

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