Kreuzfahrtschiff Hondius nach Hantavirus-Ausbruch freigegeben
Das Expeditionsschiff Hondius darf nach erfolgreicher Desinfektion ab Mitte Juni wieder auslaufen. Das Schiff war von einem gefährlichen Hantavirus-Stamm befallen, der von Mensch zu Mensch übertragbar ist.
Das Kreuzfahrtschiff Hondius erhält die Genehmigung zur Wiederaufnahme des Betriebs. Nach umfassenden Desinfektionsmaßnahmen in Rotterdam gab die niederländische Gesundheitsbehörde das Schiff frei. Das Unternehmen Oceanwide Expeditions kündigte an, dass die Hondius bereits ab dem 13. Juni wieder für Expeditionskreuzfahrten zur Verfügung stehen wird.
Das Schiff war während einer Fahrt von Südamerika zu den Kapverden Schauplatz eines Ausbruchs des sogenannten Andesvirus geworden. Dieses Virus unterscheidet sich von anderen Hantaviren dadurch, dass es nachweislich von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Bei dem Ausbruch wurden insgesamt zwölf bestätigte oder vermutete Infektionsfälle bekannt. Drei Passagiere kamen ums Leben, darunter eine Deutsche.
Hantaviren rufen schwerwiegende Atemwegserkrankungen hervor, gegen die es bislang keinen Impfstoff gibt. Die niederländischen Behörden bescheinigten dem Schiff, dass die Reinigung nach allen vorgeschriebenen Standards durchgeführt wurde.