Hantavirus-Evakuierung: Deutsche Passagiere in Sicherheit
Das Kreuzfahrtschiff Hondius ist auf Teneriffa angekommen. Die ersten vier deutschen Passagiere sind mittlerweile in den Niederlanden gelandet und werden nach Frankfurt gebracht. Insgesamt befanden sich sechs Deutsche an Bord.
Nach dem Hantavirus-Ausbruch an Bord des Kreuzfahrtschiffes Hondius haben die Evakuierungen begonnen. Das Schiff legte am Hafen von Granadilla auf Teneriffa an, woraufhin die betroffenen Passagiere und Besatzungsmitglieder in mehreren Wellen ausgeflogen wurden. Die vier deutschen Passagiere der ersten Gruppe landeten am Abend in Eindhoven und werden von dort nach Frankfurt gebracht.
Insgesamt waren sechs deutsche Staatsangehörige an Bord der Hondius. Alle Passagiere und Crew-Mitglieder zeigen derzeit keine Symptome. Die Evakuierung läuft nach Angaben der spanischen Gesundheitsministerin planmäßig ab – Flugzeuge aus mehreren Ländern bringen die etwa 150 Menschen in ihre Heimatländer zurück. Nach ihrer Ankunft müssen sie in Quarantäne, da die Inkubationszeit des Virus mehrere Wochen dauert.
Das Hantavirus hat auf dem Schiff sechs bestätigte Fälle und zwei Verdachtsfälle verursacht. Drei Menschen sind gestorben – ein niederländisches Ehepaar und eine Deutsche. Die WHO betont, dass das Andesvirus nicht leicht von Mensch zu Mensch übertragbar ist und ein sehr geringes Risiko für die Allgemeinbevölkerung darstellt.