Türkischer Fußball: Heftige Sperren im Wettskandal
Die türkische Fußball-Disziplinarkommission hat Strafen gegen 28 Profis verhängt. Zwei Spieler aus der Süper Lig müssen ein Jahr pausieren, Galatasarays Baltacı erhält neun Monate Sperre.
Im Zusammenhang mit dem großen Wettskandal im türkischen Fußball hat die zuständige Disziplinarkommission nun die Urteile gefällt. Insgesamt 28 Spieler wurden sanktioniert, die Strafen fallen unterschiedlich aus und reichen von 45 Tagen bis zu einem Jahr Sperrzeit.
Die härtesten Urteile traf es Alassane Ndao von Konyaspor und Abdulsamet Burak von Kayserispor – beide erhalten zwölf Monate Spielverbot. Auch drei Profis aus der zweiten Liga wurden für ein Jahr gesperrt. Bei Galatasaray wurde Metehan Baltacı zu neun Monaten Sperre verurteilt, während Nationalspieler Eren Elmalı mit 45 Tagen deutlich glimpflicher davonkommt. Die meisten übrigen betroffenen Akteure erhielten ebenfalls diese mildere Strafe.
Der türkische Fußballverband hatte Ende Oktober enthüllt, dass insgesamt 152 Schiedsrichter aktiv an Wetten beteiligt gewesen sein sollen. Der Verband suspendierte daraufhin 149 Schiedsrichter und Assistenten für acht bis zwölf Monate. Ein Istanbuler Gericht ordnete zudem acht Haftbefehle an, darunter gegen Eyüpsports Präsidenten Murat Özkaya.