Hebammenmangel verschärft sich: Jede zweite denkt über Karrierewechsel nach
Eine neue Studie zeigt alarmierende Zahlen: 44 Prozent der deutschen Hebammen erwägen, ihren Beruf aufzugeben. Nur eine Minderheit blickt optimistisch in die Zukunft.
Der Hebammenberuf in Deutschland steckt in einer Krise. Eine aktuelle Umfrage offenbart massive Zweifel unter den Fachkräften: Etwa 44 Prozent der befragten Hebammen spielen mit dem Gedanken, ihren Beruf zu wechseln. Besonders bemerkenswert ist der Blick auf die Zukunftsaussichten – 57 Prozent bewerten diese eher pessimistisch, während nur 30 Prozent optimistisch sind.
Für die Hebammenstudie 2025 wurden rund 800 der deutschlandweit etwa 26.000 Hebammen befragt. Die beteiligten Institutionen – die Opta-Data-Zukunftsstiftung Essen, das Institut für Zukunftspsychologie und Zukunftsmanagement sowie der Deutsche Hebammenverband – beschreiben die Ergebnisse als repräsentativ. Ursula Jahn-Zöhrens vom DHV-Präsidium warnt vor den Konsequenzen: Die Studie verdeutliche Probleme, die längst hätten gelöst sein müssen – nicht zuletzt im Interesse von Frauen und Familien.
Die Daten deuten auf strukturelle Probleme im Hebammenwesen hin, die einer dringenden Lösung bedürfen, um eine ausreichende Versorgung mit Hebammenhilfe sicherzustellen.