Heiko Maas übernimmt Kontrolle über saarländische Stahlindustrie
Der ehemalige Bundesaußenminister wechselt in neue Rolle und erhält Aufsicht über seinen früheren Mitarbeiter Stefan Rauber. Dieser leitet seit 2023 die beiden großen Stahlkonzerne der Region.
Heiko Maas hat seit Anfang September eine neue Position in der saarländischen Stahlindustrie inne. Der SPD-Politiker folgt damit auf Reinhard Störmer, der ebenfalls der Sozialdemokratischen Partei angehört. Offizielle Ankündigungen gab es zunächst nicht – erst auf Nachfrage der Presse bestätigten die beteiligten Konzerne den Wechsel.
In seiner neuen Rolle wird Maas die strategische Ausrichtung der Branche prägen. Sein Auftrag lautet, den Transformationsprozess hin zu nachhaltigen Produktionsmethoden voranzutreiben und die Region industriell neu auszurichten. Eine besondere Konstellation zeichnet sich ab: Der Vorstandsvorsitzende beider Stahlkonzerne ist Stefan Rauber, der unter Maas' Amtszeit als Wirtschaftsminister eng mit ihm zusammenarbeitete.
Rauber leitete damals die Abteilung für Grundsatzfragen und Kommunikation im Ministerium. Er bekleidete zuvor auch Positionen in der SPD-Landtagsfraktion. Seit Frühjahr 2023 trägt er nun als Vorstandsvorsitzender Verantwortung für beide Stahlunternehmen – und steht damit unter der Aufsicht seines früheren Vorgesetzten.