IFAB debattiert über VAR-Einsatz bei Gelb-Rot
Das Regelwerk-Komitee des Weltfußballs prüft mehrere Neuerungen zur Verbesserung des Spielflusses. Dabei könnte der Videobeweis künftig auch bei umstrittenen Platzverweis-Entscheidungen helfen.
Die International Football Association Board hat sich in dieser Woche mit möglichen Regeländerungen befasst. Im Mittelpunkt der Diskussionen stehen Maßnahmen, um Verzögerungen zu reduzieren und die tatsächliche Spielzeit zu erhöhen. Dazu zählen auch schärfere Zeitvorgaben für Einwürfe und Abstöße, ähnlich wie bereits bei der Torwartbesserung etabliert.
Ein besonders interessanter Punkt betrifft den Einsatz des VAR: Das Gremium erwägt, dass der Videobeweis künftig auch bei Gelb-Roten Karten überprüfen darf. Bislang ist dies nicht vorgesehen, obwohl solche Entscheidungen großen Einfluss auf Spielverlauf und Ausgang haben. Derzeit können Schiedsrichter Gelb-Rote Karten nicht mehr korrigieren, da formal nur eine zweite Verwarnung vorliegt.
Weitere Themen sind präzisere Regelungen bei knappen Abseitsentscheidungen und eine Änderung beim Elfmeterwiederholungsrecht. Über die Umsetzung dieser Vorschläge entscheidet die IFAB-Hauptversammlung am 28. Februar 2025. Zuvor sollen die Änderungen in internationalen Turnieren wie der U17-Weltmeisterschaft getestet werden.