IFAB berät über VAR-Einsatz bei Gelb-Rot und mehr Spielzeit
Das internationale Regelwerk-Gremium IFAB hat mögliche Neuerungen diskutiert: Der Videobeweis könnte künftig bei Gelb-Roten Karten eingreifen, und die Nettospielzeit durch strikte Zeitvorgaben erhöht werden.
Das International Football Association Board hat sich in einer Videokonferenz mit potenziellen Regeländerungen befasst. Zentrales Ziel ist es, den Spielfluss zu verbessern und zeitliche Verzögerungen zu minimieren. Dabei stehen mehrere Maßnahmen zur Diskussion.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Ausweitung des Videobeweises: Der VAR könnte künftig bei Gelb-Roten Karten einschreiten, um offensichtliche Fehlentscheidungen zu korrigieren. Dies hätte erhebliche Auswirkungen auf Spiele, da betroffene Teams plötzlich in Unterzahl geraten. Bislang sind solche Korrektionen nicht möglich, da Gelb-Rote Karten formal als zweite Verwarnungen gelten.
Darüber hinaus werden Zeitvorgaben für Einwürfe und Abstöße nach dem Vorbild der neuen Torwartregelung erwogen. Diese könnte die effektive Spielzeit erhöhen. Auch bei knappen Abseitsentscheidungen und verschossenen Elfmetern werden Anpassungen geprüft. Die Jahreshauptversammlung des IFAB am 28. Februar wird über die Einführung entscheiden.