IFAB debattiert über VAR-Einsatz bei Platzverweis
Das internationale Regelwerk-Gremium prüft mehrere Neuerungen: Sollen VAR-Schiedsrichter künftig bei umstrittenen Gelb-Roten Karten eingreifen? Die Entscheidung fällt im Februar.
Das IFAB, das Regelwerk des Fußballs, hat sich diese Woche mit möglichen Regeländerungen beschäftigt. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen Maßnahmen zur Verbesserung des Spielflusses und zur Reduktion von Unterbrechungen. Ein besonders umstrittenes Thema: Könnte der Videobeweis künftig auch bei Gelb-Roten Karten korrigieren?
Hintergrund für diese Überlegung ist ein wiederkehrendes Problem im Profi-Fußball. Schiedsrichter entscheiden in Echtzeit manchmal anders als bei späteren Wiederholungen, wodurch Teams zu Unrecht in Unterzahl geraten. Bislang können solche Szenen nicht überprüft werden, da Gelb-Rote Karten formal nur als zweite Verwarnung gelten. Das IFAB möchte dies ändern und hat weitere Punkte auf der Agenda: Zeitlimits für Einwürfe und Abstöße wie bereits beim Torhüter-Ballhalten, sowie Anpassungen bei knappen Abseitsentscheidungen.
Ob die geplanten Änderungen tatsächlich eingeführt werden, entscheidet sich bei der IFAB-Jahrestagung am 28. Februar. Vorher sollen die Neuerungen getestet werden – unter anderem bei der U17-Weltmeisterschaft im November und beim FIFA Intercontinental Cup im Dezember.