Indonesien: Tsunamiwarnung nach schwerem Beben, aber keine Opfer erwartet

Indonesien: Tsunamiwarnung nach schwerem Beben, aber keine Opfer erwartet

Das Epizentrum lag demnach zwischen dem Norden Sulawesis und den Nord-Molukken, rund 127 Kilometer westnordwestlich der Stadt Ternate. In der Stadt Manado ‌kam mindestens ein Mensch ums Leben, als er von herabfallenden Trümmern getroffen wurde, meldete der indonesische Fernsehsender Metro TV.

Nach Angaben des US-Tsunamiwarnsystems bestand zunächst die Möglichkeit von Flutwellen im Umkreis von bis zu 1000 Kilometern. Für Teile der indonesischen Küste wurden Wellen von 30 Zentimetern bis zu einem Meter über dem normalen Pegel prognostiziert. Messstationen ermittelten rund eine Stunde nach dem Beben allerdings nur Wellen zwischen 20 und 30 Zentimetern.

Land liegt in geologisch besonders aktiver Zone

Der weltgrößte Inselstaat Indonesien liegt auf dem sogenannten pazifischen Feuerring, einer geologisch besonders aktiven Zone mit zahlreichen Vulkanen und tektonischen Platten. Erdbeben und Vulkanausbrüche sind dort daher sehr häufig. Speziell in Indonesien kommt es oft zu Naturkatastrophen.

Am 26. Dezember 2004 hatte ein gewaltiges unterseeisches Beben der Stärke 9,1 vor der Küste von Sumatra eine riesige Flutwelle ausgelöst. Etwa 230.000 Menschen in zahlreichen Ländern kamen ums Leben, allein 170.000 in Indonesien.

Erst am Vortag hatte ein starkes Erdbeben den Großraum der japanischen Hauptstadt Tokio erschüttert. Durch die Erschütterung der Stärke 5,0 bestehe jedoch keine Gefahr durch einen Tsunami, gab die Wetterbehörde bekannt. Das Erdbebenzentrum lag in Tokios Nachbarpräfektur Ibaraki in rund 50 Kilometer Tiefe. Berichte über Schäden oder Verletzte gab es zunächst nicht.

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