Industrie: „China altert schneller, als es reich wird“

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Industrie: „Wer in China nicht lernt, verliert. Wer nur auf China setzt, auch“

Noch müssten europäische Konzerne in China präsent sein, sagt China-Kenner Jörg Wuttke. Doch der innere Druck in dem Land steige. Und damit auch die Gefahren für Partner – und Taiwan.Martin Benninghoff 28.01.2026 – 13:24 Uhr
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Jörg Wuttke: „China exportiert nicht aus Stärke, sondern aus Not.“ Foto: picture alliance / newscom

Shanghai. Chinas Chefstatistiker vermeldeten am Montag pflichtgemäß eine Punktlandung: fünf Prozent Wirtschaftswachstum im Jahr 2025. Diese Marke hatte sich Chinas Führung im vergangenen Jahr auch zum Ziel gesetzt.

China-Kenner Jörg Wuttke sieht solche Zahlen skeptisch: „Fünf Prozent Wachstum sind politisch, nicht ökonomisch“, sagt er im Interview mit dem Handelsblatt. Tatsächlich sei die wirtschaftliche Lage der Volksrepublik hochproblematisch. Und es sei „total vorhersehbar“, dass es noch deutlich problematischer werde.

Wuttke gehört zu den profiliertesten China-Kennern unter deutschen Managern. Als Chef der Europäischen Handelskammer in China begleitete er den rasanten Aufstieg der dortigen Wirtschaft über mehrere Jahrzehnte. Nun stehe China unter massivem inneren Druck, sagt er. Unter anderem, weil der demografische Wandel nicht aufzuhalten sei: „China altert schneller, als es reich wird.“

Europäische Firmen sollten versuchen, von den Vorteilen des Marktes noch so lange zu profitieren, wie es gehe. Und sich gleichzeitig vor der Konkurrenz und einer potenziellen Abhängigkeit schützen. „Wer in China nicht lernt, verliert, wer nur auf China setzt, auch.“

Lesen Sie hier das vollständige Interview mit Jörg Wuttke:

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