Hightech-Agenda: Industrievertreter kritisieren schleppende Umsetzung
Während Forschungsministerin Bär die Hightech-Agenda als erfolgreich darstellt, wächst in der Wirtschaft die Ungeduld. Unternehmen beklagen eine verstaubte Ministerialbürokratie als Hindernis.
Die neue Hightech-Agenda der Bundesregierung soll sechs Schlüsseltechnologien vorantreiben: Künstliche Intelligenz, Quantentechnologie, Mikroelektronik, Biotechnologie, Kernfusion und Batterieentwicklung. Insgesamt 18 Milliarden Euro sind bis 2037 dafür vorgesehen.
Doch zwischen Anspruch und Wirklichkeit zeigen sich erhebliche Lücken. Industrievertreter beklagen, dass die Umsetzung deutlich langsamer vorangeht als erhofft. Experten machen dabei die Behördenbürokratie des Forschungsministeriums für die Verzögerungen verantwortlich – ein Phänomen, das Beobachter bereits als "Kulturkampf" beschreiben.
Forschungsministerin Dorothee Bär betont hingegen, dass die Implementierung in vollem Gang ist. Sie hatte die Agenda bewusst als "Mitmach-Initiative" konzipiert, um verstärkt Unternehmen einzubinden statt nur auf Wissenschaft zu setzen. Damit sollen konkrete Produkte entstehen, nicht bloß theoretisches Wissen.