Trumpisierung Washingtons: Ein Name überall
Donald Trump ehrt sein erstes Amtsjahr mit einer ungewöhnlichen Umbenennung-Kampagne in der Hauptstadt. Von Institutionen bis zum Flughafen – überall soll sein Name auftauchen.
Zur Feier seines einjährigen Amtsjubiläums hat US-Präsident Trump Washington einer beispiellosen Umbenennung unterworfen. Das frühere Kennedy Center trägt nun seinen Namen, ebenso das Friedensinstitut. Anhänger des Präsidenten planen weitere Veränderungen: der Flughafen Dulles soll in "Trump Airport" umbenannt werden, die Metro in "Trump Train" und sogar Benjamin Franklin vom 100-Dollar-Schein verdrängt werden.
Bereits im Oktober präsentierte das Finanzministerium Entwürfe für eine Ein-Dollar-Münze mit Trumps Porträt auf beiden Seiten – trotz eines Bundesgesetzes, das die Abbildung von Lebenden auf Währungen verbietet. Neben diesen offiziellen Ehren existieren auch kommerzielle Trump-Produkte wie ein Memecoin und eine Trump-Bibel, deren Erlöse in die Privatkonten des Präsidenten fließen.
Spekulationen gehen sogar so weit, dass Trumps Konterfei in den Mount Rushmore gemeißelt werden könnte. Ein Traum, der für einen Präsidenten, der vom Friedensnobelpreis übersehen wurde und sich stattdessen mit dem FIFA-Friedenspreis begnügen muss – einer Auszeichnung, die er sich selbst verlieh – zu großem Trost gereichen würde.