Neuentwicklung für Ariane 6: Hitzeschutz aus Düsseldorf für europäische Riesenrakete
Ein deutscher Spezialist entwickelt Schutzschichten für die neue Ariane 6. Die Technologie interessiert auch Amazon und die Bundeswehr – bald hebt die Rakete in Südamerika ab.
Die europäische Weltraumbehörde ESA bereitet den Jungfernflug ihrer neuen Ariane 6 vor. Mitte Februar soll die etwa 60 Meter hohe Rakete vom Raumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana starten. Vier leistungsstarke Zusatztriebwerke – sogenannte Booster – sollen das Fluggerät ins All katapultieren. Diese Triebwerke entwickeln extreme Temperaturen von über 2000 Grad Celsius.
Damit die Rakete diese Hitzeentwicklung übersteht, braucht es spezielle Schutzmaterialien. Ein Düsseldorfer Unternehmen hat solche Hitzeschutzkomponenten entwickelt und produziert sie in einer Werkshalle in der Nähe von Bordeaux. Die Lösung sieht optisch ungewöhnlich aus – das rosafarbene, voluminöse Schutzteil erinnert auf den ersten Blick an ein Ballettrock-Kostüm, erfüllt aber eine hochkomplexe technische Funktion.
Das innovative Material hat die Aufmerksamkeit mehrerer großer Konzerne auf sich gezogen. Sowohl Amazon als auch die Bundeswehr folgen der Entwicklung mit Interesse. Die Technologie könnte auch für kommerzielle Raumfahrtprojekte sowie militärische Anwendungen relevant sein.