Box-Chef Levie: Tech-Branche muss sich zu KI-Risiken äußern
Der Cloud-Konzern Box wächst durch künstliche Intelligenz. Chef Aaron Levie warnt vor Jobverlusten und kritisiert das Schweigen seiner Branche zu politischen Fragen – notfalls gehe man vor Gericht.
Aaron Levie leitet den Cloud-Anbieter Box aus dem Silicon Valley. Das Unternehmen profitiert stark vom KI-Boom und hilft Kunden wie Morgan Stanley oder Siemens, relevante Informationen aus großen Dokumentenmengen herauszufiltern. Doch Börsenanleger sind skeptisch und trauen Software-Konzernen in Zeiten von künstlicher Intelligenz eine unsichere Zukunft zu.
Im Interview mit dem Handelsblatt äußert sich Levie zum rasanten Tempo der KI-Entwicklung und warnt vor Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Der einflussreiche Gründer, dem auf der Plattform X über 2,4 Millionen Menschen folgen, kritisiert zudem, dass Tech-Führungskräfte sich zu wenig zu wichtigen Fragen äußern – besonders seit Donald Trumps Rückkehr ins Weiße Haus. Levie signalisiert Bereitschaft, notfalls vor höchsten Gerichten für die Positionen seiner Branche einzutreten.
Die enormen Investitionen von Tech-Konzernen in KI-Infrastruktur hält Levie dennoch für vertretbar. Er sieht kein erhöhtes Risiko für eine KI-Blase oder eine bevorstehende Schuldenkrise – anders als manche Marktbeobachter.