Iran fordert neue Kontrolle über Hormus-Straße
Der Iran will die strategisch wichtige Meerenge unter seine Kontrolle bringen und stellt eigene Bedingungen. Das könnte massive Folgen für den Welthandel haben.
Im Konflikt mit den USA um die Straße von Hormus verschärft sich die Lage weiter. Der Iran lehnt die Forderungen der amerikanischen Regierung ab und präsentiert stattdessen eigene Bedingungen. Zentral ist dabei die Forderung nach voller Souveränität über die strategisch wichtige Meerenge am Persischen Golf.
Bislang lässt der Iran nur noch einzelne Handelsschiffe durch, nachdem täglich etwa 135 Schiffe die Passage nutzten. Der iranische Außenminister kündigte an, dass diese Regelung auch nach einem möglichen Kriegsende bestehen bleiben soll. Gleichzeitig droht das Land mit weiteren Angriffen auf US-Einrichtungen und die Golfstaaten, sollten seine Forderungen nicht erfüllt werden.
Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind erheblich: Der Ölpreis ist bereits gestiegen, und eine dauerhafte Blockade hätte gravierende Konsequenzen für die Weltwirtschaft. Eine Einigung zwischen dem Iran und dem Westen zeichnet sich derzeit nicht ab – die USA und Europa dürften der Forderung nach iranischer Kontrolle über die Hormus-Straße kaum zustimmen.