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Seeminen in der Straße von Hormus: Waffe mit Langzeitwirkung

11. März 2026· Hitkanal.FM Redaktion

Der Iran soll die Straße von Hormus vermint haben. Die Meerenge ist für den globalen Ölhandel essentiell. Warum die Beseitigung der Minen für die internationale Gemeinschaft zur Herausforderung wird.

Die Straße von Hormus zwischen dem Persischen Golf und dem Indischen Ozean wird nach Medienberichten vom Iran mit Seeminen versperrt. Die nur 35 bis 70 Kilometer breite Meerenge ist für die globale Energieversorgung entscheidend: Etwa 27 Prozent des weltweiten Ölhandels und ein Fünftel der LNG-Mengen passieren diesen Nadelöhr täglich.

Der Iran nutzt zur Verlegung der Minen schnelle Patrouillenboote der Ashura-Klasse, die nur 6,70 Meter lang sind und bis zu 170 Stundenkilometer erreichen. Wegen ihres Materials aus glasfaserverstärktem Kunststoff sind sie schwer zu orten. Das US-Zentralkommando berichtet von zerstörten Minenschlepper, doch das iranische Arsenal umfasst Berichten zufolge bis zu 5000 solcher Boote. Seeminen selbst sind hochgefährlich: Sie detonieren bei Kontakt oder wenn sie magnetische Felder und Motorengeräusche von Schiffen registrieren – und bleiben Jahrzehnte aktiv.

Die Beseitigung stellt ein großes Problem dar. Die USA haben ihre Minenräumkapazitäten in den letzten Jahren drastisch reduziert. Spezialisierte Schiffe wurden abgezogen, Nachfolgemodelle sind technisch nicht einsatzreif. Länder wie Deutschland mit seiner modernen Frankenthal-Klasse oder Japan könnten helfen – doch politische und logistische Hürden erschweren einen schnellen Einsatz.

H
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