Waffenruhe im Libanon wackelt – Kämpfe nehmen wieder zu
Knapp drei Wochen nach einer vereinbarten Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah eskaliert die Gewalt erneut. Bei dutzenden Luftangriffen sind Menschen ums Leben gekommen.
Der Konflikt zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz verschärft sich trotz bestehender Waffenruhe wieder dramatisch. Nach israelischen Angaben fanden in den vergangenen 24 Stunden rund 50 Angriffe im Südlibanon statt. Das libanesische Gesundheitssystem meldet mehrere Tote durch Drohnen- und Luftschläge auf Ziele wie Fahrzeuge und Wohnhäuser.
Die Waffenruhe war vor etwa drei Wochen nach Vermittlung durch US-Präsident Trump vereinbart worden und sollte bis Mitte Mai gelten. Doch die gegenseitigen Attacken setzen sich täglich fort. Seit März hat sich die Lage massiv verschärft: Mit über 2600 Toten und mehr als einer Million Vertriebenen sprechen die Zahlen eine deutliche Sprache.
Die USA versuchen nun, mit direkten Gesprächen zwischen Israels Ministerpräsident Netanjahu und dem libanesischen Präsidenten Aoun auf höchster Ebene eine dauerhafte Lösung zu erreichen. Zentrale Streitpunkte sind die vollständige Entwaffnung der Hisbollah, die Israel fordert, und der israelische Truppenabzug, den der Libanon verlangt. Ein solches Treffen ist bislang nicht geplant.