Iran bietet Hormus-Öffnung an – Trump lehnt ab
Der Iran macht im Konflikt mit den USA ein neues Angebot: Die Öffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus. Trump zeigt sich jedoch unzufrieden mit den iranischen Bedingungen.
Im Streit um die Beendigung des Iran-Krieges hat Teheran den USA ein neues Friedensangebot unterbreitet. Über den Vermittler Pakistan übermittelte der Iran demnach einen 14-Punkte-Plan, der unter anderem die Öffnung der Straße von Hormus und ein Ende der US-Blockade vorsieht. Atomprogramm-Verhandlungen sollten dafür auf später verschoben werden.
US-Präsident Donald Trump winkte das Angebot jedoch ab. Er sei damit "nicht zufrieden" und die Iraner würden "Sachen verlangen", denen er nicht zustimmen könne, erklärte er am Wochenende. Welche konkrete Forderung ihn stört, führte Trump nicht aus. Bereits einen vorherigen iranischen Vorschlag hatte er diese Woche abgelehnt.
Die Straße von Hormus ist für die weltweite Energieversorgung entscheidend: Rund 20 Prozent des globalen Öl- und Gases passieren die Meerenge täglich. Der Iran blockiert die Passage derzeit weitgehend, während die USA-Marine zeitgleich iranische Häfen abriegelt. Dies treibt die Ölpreise in die Höhe und belastet die Weltwirtschaft.
Vier Wochen nach einer Waffenruhe, die Anfang April begann, gibt es damit weiterhin keine Einigung zwischen Washington und Teheran. Derweil billigen die USA milliardenschwere Rüstungsexporte an Verbündete in der Region.