Iran-Krieg: USA-Iran-Gespräche dauern an – Ringen bis in die Nacht
Der US-Vizepräsident JD Vance gibt dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif während ihres Treffens in Islamabad die Hand. Foto: Getty Images
Trump spielt Verhandlungen mit Iran herunter
US-Präsident Donald Trump hat die Bedeutung der laufenden Gespräche mit dem Iran heruntergespielt. Ob es einen Deal gebe oder nicht, mache für ihn keinen Unterschied, sagte Trump am Samstag vor Reportern vor dem Weißen Haus. Eine US-Delegation um Vizepräsident JD Vance verhandelt seit Samstag mit einer iranischen Delegation unter der Führung von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf in Pakistans Hauptstadt Islamabad. Dabei geht es darum, wie die Waffenruhe vorangebracht werden kann, die durch tiefe Differenzen und unverminderte Kämpfe im Libanon brüchig geworden ist.
USA: Kriegsschiffe durchqueren Straße von Hormus – Iran dementiert
Erstmals seit Kriegsbeginn haben zwei Kriegsschiffe der US-Marine die Straße von Hormus durchquert. Damit solle im Rahmen einer umfassenden Mission eine vollständige Räumung der für den Öl- und Gashandel wichtigen Wasserstraße von Seeminen vorbereitet werden, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs mit. Die Minen seien von der iranische Revolutionsgarde gelegt worden.
Der Iran wies Berichte zurück, wonach US-Schiffe die Straße von Hormus passiert hätten. Die „Kontrolle über die Durchfahrt jedes Schiffes liege bei den Streitkräften der Islamischen Republik Iran“, zitierten iranische Staatsmedien am Samstag einen Sprecher des gemeinsamen Militärkommandos. Iranische Staatsmedien meldeten zuvor, dass ein US-Militärschiff, das die Meerenge zu durchqueren versucht habe, zur Umkehr gezwungen worden sei. Die Straße von Hormus ist für die meisten Öl- und Gasfrachter faktisch geschlossen, seit die USA und Israel am 28. Februar mit Angriffen auf den Iran begannen.
Trump: China wird große Probleme bekommen, wenn es Waffen an den Iran liefert
US-Präsident Donald äußert sich vor Reportern und sagt, der Iran lasse sich möglicherweise auf einen Deal ein, möglicherweise aber auch nicht. Unabhängig davon, was passiere, würden die USA aber gewinnen. Die USA seien in sehr tiefgehenden Verhandlungen mit dem Iran, fügt er hinzu. Für ihn mache es aber keinen Unterschied, ob es einen Deal mit dem Iran gebe. Mit Blick auf China sagt Trump, das Land werde große Probleme bekommen, wenn es Waffen an den Iran liefere.
USA-Iran-Gespräche dauern an – Ringen bis in die Nacht
Die Gespräche zwischen dem Iran und den USA dauern in Pakistan auch nach Mitternacht (Ortszeit) an. Mehr als acht Stunden nach Auftakt der Gespräche kamen die Verhandlungsführer am Austragungsort in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad zu einem weiteren direkten Treffen zusammen, wie die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete. Es sei die „letzte Gelegenheit“, einen gemeinsamen Rahmen mit den Amerikanern zu finden, hieß es.
Iran-Experte Ali Vaez von der Denkfabrik Crisis Group mahnte vor dem Hintergrund möglicher Differenzen auf X, Pattsituationen in den Gesprächen seien nicht unauflösbar. „Jede Seite hält ihre Position für vernünftig und die der anderen für unvernünftig. Nichts ist vereinbart, bis alles vereinbart ist – und selbst dann muss das Ganze noch umgesetzt werden“, schrieb er.
Netanjahu: Wollen echtes Friedensabkommen mit dem Libanon
Israel strebt nach den Worten des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu ein „echtes Friedensabkommen“ mit dem Libanon an. Dieses solle „über Generationen halten“, sagte er in einer Videobotschaft mit Blick auf anstehende Verhandlungen in Washington am Dienstag. Ein solcher Ausgang der Gespräche gilt allerdings als ungewiss.
Netanjahu bekräftigte gleichzeitig, Israel kämpfe weiter gegen die libanesische Hisbollah-Miliz, bis die Sicherheit der Ortschaften im Norden Israels gewährleistet sei. Seit Wiederaufflammen des Konflikts Anfang März habe Israel mehrere Hundert Hisbollah-Kämpfer getötet.
Iranische Medien: Große Differenzen bei Gesprächen mit den USA
Iranische Medien haben über große Differenzen bei den Verhandlungen mit den USA in Pakistan berichtet. Die Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars sprachen von „überzogenen Forderungen“ der US-Seite. Konkret wurde die Straße von Hormus als zentraler Streitpunkt genannt. Der Fortschritt der Verhandlungen sei damit aus iranischer Sicht behindert worden.
Iranisches TV: Nächste Gesprächsrunde noch Samstagabend
Das iranische Staatsfernsehen berichtet, eine dritte Zusammenkunft zu den Verhandlungen mit den USA in Islamabad werde noch am Samstagabend geben.
Libanon: Mindestens 2020 Tote durch Israels Angriffe seit Anfang März
Das libanesische Gesundheitsministerium erklärt, seit dem 2. März habe es mindestens 2020 Tote durch israelische Angriffe gegeben. Zudem seien mindestens 6536 Menschen verletzt worden.
Iranische Agentur: Weitere Verhandlungen wohl am Abend oder Sonntag
Die staatliche iranische Agentur Nournews berichtet unter Berufung auf den Verhandlern nahestehende Personen, eine weitere Verhandlungsrunde werde es am wahrscheinlich Samstagabend oder am Sonntag geben.
„FT“: Verhandlungen Iran/USA beim Thema Straße von Hormus in der Sackgasse
Die
, die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA seien bei der Frage der Straße von Hormus in eine Sackgasse geraten.
Neue Raketenangriffe aus dem Libanon auf Israel
Bei neuen Angriffen aus dem Libanon ist nach Angaben von Rettungskräften ein Haus in Nordisrael getroffen worden. Es gab jedoch zunächst keine Angaben zu Verletzten, wie der Rettungsdienst Magen David Adom am frühen Abend (Ortszeit) mitteilte. Nach israelischen Medienberichten feuerte die libanesische Hisbollah-Miliz rund zehn Raketen auf den Norden Israels. Bei zusätzlichen Drohnenangriffen sei ein Haus in dem Grenzort Schlomi beschädigt worden. Andere Geschosse seien von der Raketenabwehr abgefangen worden.
Die Hisbollah teilte derweil mit, sie habe israelische Truppen im Süden des Libanons mit einer Rakete angegriffen. Von Israels Armee hieß es, sie habe binnen 24 Stunden mehr als 200 Hisbollah-Ziele im Libanon beschossen.
Unruhe im Libanon – Protest gegen Gespräche mit Israel
Hunderte Anhänger der proiranischen Hisbollah haben in Beirut gegen die Entscheidung der Regierung protestiert, Verhandlungen mit Israel aufzunehmen. Ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur vor Ort berichtete von starken Sicherheitsvorkehrungen. Protestierende riefen „Nieder mit Nawaf“ mit Bezug auf den aktuellen Ministerpräsidenten Nawaf Salam. Andere riefen „Gott segne Nasrallah“ und meinten damit den von Israel getöteten Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah. Viele schwenkten die iranische Fahne oder Hisbollah-Flaggen. Ein Mann rief: „Sie werden uns nicht dazu bringen, uns zu ergeben.“
Die libanesische Regierung und Israel werden kommende Woche zum ersten Mal seit Jahrzehnten direkte Gespräche auf politischer Ebene führen. Libanons Präsident Joseph Aoun hatte in der Vergangenheit und seit Ausbruch des jüngsten Krieges zwischen Israel und der Hisbollah mehrfach ein Interesse daran bekundet. Die Hisbollah hat sich bisher entschieden dagegengestellt.
Bericht: Israel hat 18.000 Bomben über dem Iran abgeworfen
Die israelische Luftwaffe hat nach Militärangaben binnen gut fünf Wochen des Kriegs rund 18.000 Bomben über dem Iran abgeworfen. Ein israelischer Armeesprecher bestätigte Zahlen der „Times of Israel“ zum Kriegsverlauf. Genauere Informationen zu Art und Größe der Bomben gab es zunächst nicht. Demnach gab es mehr als 1.000 Angriffswellen Israels.
Der Iran feuerte den Angaben zufolge rund 650 ballistische Raketen auf Israel ab. Nach Angaben des Militärs trug mehr als die Hälfte dieser Raketen Streubomben-Sprengköpfe, die zahlreiche kleinere Sprengkörper ungezielt über große Gebiete verteilen.
Weißes Haus: USA und Iran verhandeln direkt miteinander
Die Vereinigten Staaten und der Iran haben in Pakistan direkte Verhandlungen aufgenommen. Das bestätigte das Weiße Haus am Samstag. Zuvor hatte die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna den Beginn von Dreiergesprächen unter Einschluss Pakistans gemeldet, nachdem die iranischen Vorbedingungen erfüllt worden seien, darunter eine Reduzierung der israelischen Angriffe auf den Südlibanon. Außerdem meldete Irna, US-amerikanische und iranische Vertreter hätten sich getrennt mit dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif getroffen.
Erste Supertanker passieren Straße von Hormus seit Feuerpause
Erstmals seit der Feuerpause zwischen den USA und dem Iran passieren Schifffahrtsdaten zufolge wieder drei Supertanker die Straße von Hormus. LSEG-Daten zufolge umfahren die unter liberianischer Flagge fahrende „Serifos“ sowie die chinesischen Schiffe „Cospearl Lake“ und „He Rong Hai“ dabei die iranische Insel Larak. Die Durchfahrt erfolgt parallel zu den beginnenden Friedensgesprächen in Pakistan. Die Blockade der Meerenge durch die Regierung in Teheran seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar stört die weltweite Energieversorgung und treibt die Ölpreise in die Höhe.
Irans Marine warnt US-Kriegsschiff wegen Straße von Hormus
Irans Marine hat mit Beginn der Friedensverhandlungen ein US-Kriegsschiff vor einer Durchquerung der Straße von Hormus gewarnt. Die Streitkräfte der Islamischen Republik Iran beobachteten den US-Zerstörer genau, hieß es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim. Sollte das Schiff seinen Kurs fortsetzen, drohe ein Angriff.
Irans Delegation, die in Islamabad mit den USA Friedensgespräche aufgenommen hat, legte beim Vermittler Pakistan Beschwerde ein und forderte, dass der US-Zerstörer die Meerenge wieder verlasse. „Wenn die Bewegung des Schiffs fortgesetzt wird, wird es innerhalb von 30 Minuten angegriffen“, ließ der Iran Tasnim zufolge den USA mitteilten.
Israelische Luftangriffe im Gazastreifen – Mindestens sieben Tote
Bei zwei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen werden nach Angaben des dortigen Gesundheitsministeriums mindestens sieben Menschen getötet und mehrere verletzt. Wie Behördenvertreter mitteilen, trifft ein Angriff einen Polizeikontrollpunkt im Flüchtlingslager Bureidsch. Dabei kommen mindestens sechs Menschen ums Leben. Bei einem weiteren Angriff in Beit Lahia wird mindestens eine Person getötet. Das israelische Militär teilt mit, der Angriff in Bureidsch sei erfolgt, nachdem sich Hamas-Mitglieder der sogenannten gelben Linie genähert hätten. Diese markiert die Grenze zu der von Israel besetzten Hälfte des Küstengebiets. Zu dem Vorfall in Beit Lahia äußert sich die Armee zunächst nicht.
Iran weist Bericht über Durchquerung der Straße von Homus zurück
Ein Vertreter des iranischen Militärs weist einen Bericht zurück, nach dem US-Schiffe die Straße von Hormus passiert haben sollen. Zuvor hatte ein Reporter des Medienportals Axios auf X berichtet, mehrere Schiffe der US-Marine hätten die Meerenge durchquert.
Trump: US-Militär beginnt mit Räumung der Straße von Hormus
Das US-Militär startet nach Angaben von Präsident Donald Trump die Öffnung der Straße von Hormus. „Wir beginnen jetzt mit dem Prozess der Räumung der Straße von Hormus“, schreibt er in sozialen Medien. Was er damit genau meint, bleibt zuznächst offen. Weiter erklärt das amerikanische Staatsoberhaupt, alle iranischen Minenleger seien versenkt worden. Iran hat die Meerenge während des Krieges mit den USA geschlossen.
Irna: Iran und USA verhandeln nach Fortschritten miteinander
In Pakistan haben Friedensgespräche zwischen dem Iran und den USA begonnen. Es handle sich um Dreiergespräche mit Pakistan, meldete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna am Samstag. Zuvor seien Fortschritte erzielt worden. Die israelischen Angriffe auf den Südlibanon seien zurückgegangen und weitere Vorbedingungen erfüllt worden.
Iran dringt vor Friedensgesprächen auf Waffenruhe auch im Libanon
Der Iran will eine Feuerpause im Libanon zu einem Schlüsselpunkt bei den Friedensgesprächen mit den USA in Pakistan machen. Eine Waffenruhe zwischen Israel und der von Teheran unterstützten Schiitenmiliz Hisbollah sei eine „grundlegende Forderung“, sagte Außenministeriumssprecher Esmaeil Baghaei am Samstag dem iranischen Staatsfernsehen.
Nachdem eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran verkündet worden war, hatte Israel seine Angriffe auf die Hisbollah im Libanon sogar noch verschärft. Dabei gab es am Mittwoch nach libanesischen Angaben Hunderte Tote. Die Regierung in Jerusalem erklärt, die Waffenruhe im Iran-Krieg erstrecke sich nicht auf den Libanon. Der Vermittler Pakistan behauptet das Gegenteil.
Baghaei bezeichnete die Gespräche in Pakistan als „besonderen Moment“ für den Iran. Die Diplomatie sei „Fortsetzung der Verteidigung und Fortsetzung des Krieges“, sagte er. „An der diplomatischen Front ist ein intensiver Kampf im Gange.“
Macron und saudischer Kronprinz beraten über Waffenruhe
Der französische Präsident Emmanuel Macron berät nach eigenen Angaben mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman über die Gespräche in Islamabad. Beide seien sich einig, in engem Kontakt zu bleiben, teilt Macron auf X mit. Er bekräftigt seine Unterstützung für die Feuerpause, die unverzüglich auf den Libanon ausgeweitet werden müsse. Zudem müsse die freie und sichere Schifffahrt in der Straße von Hormus so schnell wie möglich wiederhergestellt werden.
Friedensverhandlungen zwischen Iran und USA begonnen
In der pakistanischen Hauptstadt Islamabad haben Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran begonnen. Das teilten pakistanische Regierungsvertreter mit, auch der iranische Staatssender Irib meldete den Beginn.
Libanon meldet Tote nach israelischen Angriffen
Im Libanon sind nach Behördenangaben erneut mehrere Menschen durch israelische Angriffe getötet worden. Bei verschiedenen Angriffen in der Gegend um Nabatija im Süden des Landes seien zehn Menschen getötet worden, teilte das Gesundheitsministerium in Beirut mit.
Unter den Opfern waren demnach erneut auch Sanitäter. Auch ein Mitarbeiter des Zivilschutzes sei getötet worden. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht. Es hatte der proiranischen Hisbollah-Miliz zuletzt jedoch vorgeworfen, Krankenwagen als Schutz vor Angriffen zu nutzen.
Iran pocht auf Einhaltung der Waffenruhe im Libanon
Der Iran steht nach Angaben des Außenministeriums in Kontakt mit dem Libanon, um die Einhaltung der Waffenruhe an allen Fronten sicherzustellen. Dies erklärt der Sprecher des Ministeriums im staatlichen Fernsehen aus der pakistanischen Hauptstadt Islamabad. Dort führen hochrangige Vertreter der USA und des Iran derzeit indirekte Gespräche, um ihren sechswöchigen Krieg zu beenden. Libanesische Vertreter aus dem Umfeld der Hisbollah-Miliz sagen der Nachrichtenagentur Reuters, die Gruppe unterstütze den Dialog in Pakistan.
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