Iran-Krieg: US-Militär fängt Schiff der iranischen „Schattenflotte“ ab
Ein MH-60R Sea Hawk-Hubschrauber startet vom Flugdeck des Lenkwaffenzerstörers der Arleigh-Burke-Klasse USS Pinckney. Foto: Reuters
US-Militär fängt Schiff der iranischen „Schattenflotte“ ab
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben einen mit Sanktionen belegten Frachter der iranischen „Schattenflotte“ abgefangen. Das Schiff sei im Arabischen Meer von einem Helikopter des Zerstörers „USS Pinckney“ gestoppt worden und werde zurück in Richtung Iran eskortiert, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit.
Das abgefangene Schiff, die „M/V Sedan“, gehört demnach zu den 19 Frachtern, die am Freitag mit Sanktionen des US-Finanzministeriums belegt wurden. Die Sanktionen zielen auf die sogenannte Schattenflotte des Irans ab, die nach US-Angaben von zentraler Bedeutung für Teherans Einnahmen aus dem Öl- und Gasexport ist.
Die US-Regierung versucht, den wirtschaftlichen Druck auf den Iran zu erhöhen. Neben Sanktionen gehört dazu auch eine Seeblockade für Schiffe, die aus iranischen Häfen kommen oder diese als Ziel haben. Wie Centcom weiter mitteilte, sind seit Beginn der Aktion 37 Schiffe umgeleitet worden.
Agentur – Irans Außenminister reist nach Oman-Besuch erneut nach Pakistan
Im Ringen um eine diplomatische Lösung des Iran-Konflikts soll der iranische Außenminister Abbas Araghtschi erneut nach Islamabad kommen. Laut dem vom iranischen Außenministerium bekanntgegebenen Programm werde Araghtschi nach Abschluss seines aktuellen Besuches im Oman und vor seiner Weiterreise nach Russland erneut nach Pakistan reisen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna.
Ein Teil der Delegation des iranischen Ministers sei für Konsultationen nach Teheran zurückgekehrt, hieß es weiter. Sie solle sich am Sonntagabend erneut Araghtschi in Islamabad anschließen. Zu dem genauen Grund für die erneute Reise des Chefdiplomaten gab es keine Angaben.
Israel weist Armee zu massiven Angriffen auf Hisbollah im Libanon an
Die israelische Regierung weist das Militär an, Ziele der radikal-islamischen Hisbollah-Miliz im Libanon massiv anzugreifen. Weitere Details werden in einer Mitteilung des Büros von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nicht genannt.
Zuvor wurden nach Angaben der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur vier Menschen bei israelischen Angriffen im Südlibanon getötet. Die israelische Armee meldet ihrerseits Raketenbeschuss der Hisbollah auf Israel. Die anhaltenden Gefechte stellen die Waffenruhe zwischen den Konfliktparteien auf die Probe.
Araghtschi: „Sehr fruchtbarer Besuch“ in Islamabad
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat seine Gespräche mit dem Vermittler Pakistan als ergebnisreich beschrieben. Der Besuch in Islamabad sei „sehr fruchtbar“ gewesen, schrieb Araghtschi auf der Plattform X.
Er habe die iranische Position hinsichtlich „eines praktikablen Rahmens zur dauerhaften Beendigung des Krieges“ übermittelt. Gleichzeitig hinterfragte er die Ernsthaftigkeit der US-Bemühungen in dem diplomatischen Prozess: „Es bleibt abzuwarten, ob die USA es mit der Diplomatie wirklich ernst meinen“, schrieb er.
Araghtschi veröffentlichte den Post nur wenige Minuten, nachdem US-Präsident Donald Trump überraschend auf Truth Social bekanntgegeben hatte, dass er doch keine US-Delegation nach Pakistan schicken werde. Bei der Begründung blieb er vage. Er schrieb, man verschwende zu viel Zeit mit Reisen. Die iranische Führung sei zudem zerstritten. Wenn die Iraner reden wollten, könnten sie einfach anrufen. Die USA hielten zudem alle Trümpfe in der Hand.
Trump: Habe Reise der US-Delegation nach Pakistan abgesagt
Im Ringen um ein Ende des Iran-Kriegs gibt es erneut einen Rückschlag: US-Präsident Donald Trump hat die Reise seines Sondergesandten Steve Witkoff und seines Schwiegersohns, Jared Kushner, nach Pakistan abgesagt. „Zu viel Zeitverschwendung durch das Reisen, zu viel Arbeit!“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.
Pakistan vermittelt in dem Konflikt zwischen dem Iran und den USA. Islamabad versucht, eine zweite Verhandlungsrunde zwischen den Konfliktparteien zustande zu bringen. Die Hoffnungen darauf waren am Freitag gestiegen, nachdem der iranische Außenminister Abbas Araghtschi am Abend in Islamabad eingetroffen war und das Weiße Haus angekündigt hatte, am Samstag eine Delegation dorthin zu entsenden.
Trump schrieb nun auf Truth Social mit Blick auf die Islamische Republik, es gebe „innerhalb ihrer „Führung“ enorme interne Streitigkeiten und Verwirrung“. Niemand wisse, wer das Sagen habe, „nicht einmal sie selbst“. Die USA hielten alle Trümpfe in der Hand. „Wenn sie sprechen wollen, müssen sie nur anrufen!!!“
Berichte: Trump schickt Witkoff nicht nach Pakistan
Im Ringen um ein Ende des Iran-Kriegs hat US-Präsident Donald Trump Medienberichten zufolge die Reise seines Sondergesandten Steve Witkoff und seines Schwiegersohns Jared Kushner nach Pakistan zunächst abgesagt. Er habe seiner Delegation gesagt, sie sollten nicht fliegen, zitierte der US-Sender Fox News Trump. „Axios“-Reporter Barak Ravid schrieb auf der Plattform X ebenfalls, Trump habe ihn in einem Telefoninterview über die Absage der Reise informiert.
Iranischer Außenminister verlässt Islamabad
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat Pakistan am Samstagabend verlassen – ohne Vertreter der amerikanischen Regierung getroffen zu haben. Araghtschi sprach in der pakistanischen Hauptstadt mit Premierminister Shehbaz Sharif und Armeechef Asim Munir, wie aus pakistanischen Regierungskreisen verlautete.
Das Weiße Haus hatte am Freitag mitgeteilt, Präsident Donald Trump schicke seinen Schwiegersohn Jared Kushner und den Sonderbeauftragten Steve Witkoff zu neuen Gesprächen mit Araghtschi nach Islamabad. Wann deren Ankunft erwartet wurde, sagte das Weiße Haus nicht und wollte sich auch am Samstag dazu nicht äußern.
Araghtschi hatte zu seinem Besuch in Islamabad lediglich erklärt, es gehe um bilaterale Angelegenheiten und Beratungen über regionale Entwicklungen. Dabei ging er nicht auf eine mögliche Wiederaufnahme der Gespräche mit den USA ein. Pakistan bemüht sich derzeit, eine zweite Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran zu ermöglichen.
Irans Präsident ruft Bevölkerung zum Stromsparen auf
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat die Bevölkerung angesichts massiver Versorgungsengpässe zum Stromsparen aufgerufen. Laut der Nachrichtenagentur Mehr sagte Peseschkian, der Konsum müsse eingeschränkt werden. „Zu Hause sollten statt zehn Lampen nur zwei eingeschaltet sein – was spricht dagegen?“
Peseschkian begründete die Krise primär mit militärischen Angriffen der USA und Israels auf die nationale Infrastruktur sowie einer „Belagerung“. Damit bezieht er sich auf die US-Blockade iranischer Häfen. Eine unabhängige Schadensbilanz zu den behaupteten Treffern an Energieanlagen liegt jedoch bisher nicht vor.
Fachleute der Internationalen Energieagentur (IEA) und unabhängige Analysten weisen darauf hin, dass die Ursachen der Krise vielschichtig sind. Demnach gelten seit Jahren eine marode Infrastruktur, staatlich subventionierte Niedrigpreise und gravierende Managementfehler als Haupttreiber des Energiemangels.
Irans Präsident Massud Peseschkian. dpa
Erste Auslandsflüge starten wieder in Teheran
Der internationale Flughafen in Teheran hat Auslandsflüge wieder aufgenommen. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna und der Staatssender Irib bestätigten den Abflug der ersten Maschinen vom Imam-Khomeini-Flughafen nach Istanbul (Türkei), Maskat (Oman) und Medina (Saudi-Arabien). Insbesondere die Verbindung nach Medina ermöglicht gläubigen Muslimen wieder die Pilgerreise in die heilige Stadt Mekka.
Zuvor war der iranische Luftraum für den zivilen internationalen Verkehr faktisch gesperrt, nachdem am 28. Februar direkte militärische Auseinandersetzungen zwischen den USA, Israel und dem Iran ausgebrochen waren. Westliche Fluggesellschaften umflogen die Region seitdem weiträumig. Die Wiedereröffnung folgt nun auf eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran, die am 8. April 2026 unter Vermittlung Pakistans vereinbart wurde.
Insider: Iran hat seine Positionen in Verhandlungen mit USA übermittelt
Der iranische Außenminister Abbas Aragtschi hat Insidern zufolge dem Vermittler Pakistan in Islamabad die Forderungen der Teheraner Führung in den Verhandlungen mit den USA übermittelt. Dabei habe er auch iranische Vorbehalte gegen Forderungen der USA übermittelt, sagt ein an den Gesprächen beteiligter pakistanischer Insider am Samstag der Nachrichtenagentur Reuters.
Aragtschi war am Freitag in der pakistanischen Hauptstadt eingetroffen, wo bereits vor zwei Wochen eine erste Verhandlungsrunde über ein Kriegsende stattgefunden hat. Iranischen Angaben zufolge ist aber diesmal kein direktes Treffen mit US-Vertretern geplant. Für die US-Regierung sollen der Sondergesandte von Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner am Samstag nach Islamabad reisen.
Iran vollstreckt weiteres Todesurteil nach Massenprotesten
Im Iran ist ein weiteres Todesurteil im Zusammenhang mit den Massenprotesten im Januar vollstreckt worden. Nach Angaben des offiziellen Justizportals wurde Erfan Kiani gehängt.
Die iranische Justiz warf Kiani vor, im Auftrag des israelischen Geheimdienstes Mossad an der Zerstörung und Brandstiftung von öffentlichem und privatem Eigentum in Isfahan beteiligt gewesen zu sein. Gemeinsam mit Komplizen soll er Barrikaden aus Holz und Reifen angezündet und Sicherheitskräfte angegriffen haben.
Eine unabhängige Bestätigung dieser Vorwürfe ist derzeit nicht möglich. Der Fall steht im Kontext einer verschärften Hinrichtungswelle nach den landesweiten Protesten vom Januar 2026. Der Vorwurf, als Agent für ausländische Geheimdienste gearbeitet zu haben, gehört dabei zu einer immer wiederkehrenden Rechtfertigung der iranischen Justiz für schnelle Exekutionen.
Iran meldet große Raketenreserven trotz Schäden
Der Iran verfügt nach Darstellung des Verteidigungsministeriums weiterhin über einen erheblichen Teil seiner Raketenkapazitäten, die im bisherigen Konfliktverlauf mit den USA und Israel nicht zum Einsatz kamen. Wie Ministeriumssprecher, General Resa Talaie-Nik, laut der Nachrichtenagentur Tasnim weiter erklärte, setzt die heimische Rüstungsindustrie ihre Arbeit trotz der Schäden an einigen Produktionszentren sowohl sichtbar als auch unsichtbar fort. Die Produktionslinien seien über das Land verteilt.
Demnach arbeiten rund 900 Unternehmen mit den Streitkräften und dem Verteidigungsministerium zusammen. Talaie-Nik gab an, dass der Iran derzeit mehr als 1.000 Waffentypen, darunter Raketen, Drohnen und militärische Ausrüstungen, im Land herstelle.
Eine unabhängige Überprüfung der Angaben ist derzeit nicht möglich. Auch die Größe der tatsächlich noch einsatzfähigen Raketen- und Drohnenbestände ist ebenso unklar wie die aktuelle Produktionsrate in der Rüstungsindustrie.
Irans Außenminister beginnt Krisendiplomatie in Pakistan
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat in Pakistan Gespräche für eine Beilegung des Konflikts mit den USA aufgenommen. Laut Angaben des Staatssenders Irib traf sich Araghtschi in Islamabad mit dem pakistanischen Verteidigungsminister, Feldmarschall Asim Munir, der eine Schlüsselrolle in den Vermittlungen spielt.
Im weiteren Verlauf werden die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner ebenfalls zu Gesprächen in Pakistan erwartet. Laut dem iranischen Außenamtssprecher Ismail Baghaei ist bislang jedoch kein Treffen mit der amerikanischen Seite geplant.
Wegen der abweichenden Darstellungen beider Seiten im Vorfeld der Treffen ist letztlich nicht klar, ob die Konfliktparteien bloß Botschaften über pakistanische Vermittler austauschen oder vielleicht doch direkte Verhandlungen führen werden.
Irans Außenminister Abbas Araghtschi. dpa
Israels Armee: Raketenabschussrampen im Libanon angegriffen
Die Lage im Libanon bleibt trotz einer Verlängerung der Waffenruhe angespannt. Israels Armee teilte am Morgen mit, sie habe in der Nacht im Südlibanon mehrere einsatzbereite Raketenabschussrampen der Hisbollah-Miliz angegriffen. Diese hätten eine Bedrohung für israelische Zivilisten und Soldaten dargestellt.
Das libanesische Gesundheitsministerium meldete unterdessen sechs Tote und zwei Verletzte bei israelischen Luftangriffen am Freitag. Laut der libanesischen Nachrichtenagentur NNA kamen die sechs Menschen bei Bombardements in den Orten Wadi al-Hudschar, Srifa, Jatir und Tulin im Süden des Landes ums Leben.
Israels Militär hatte am Abend auch mitgeteilt, dass Soldaten am Freitag bei einem Schusswechsel zunächst zwei bewaffnete Hisbollah-Mitglieder in Bint Dschubail getötet hätten. Bei einem Angriff auf ein von ihr genutztes Gebäude in der Stadt, die als Hochburg der vom Iran unterstützten Miliz gilt, seien zudem vier weitere bewaffnete Kämpfer ums Leben gekommen.
Pistorius verlegt Minensucher vorsorglich ins Mittelmeer
Zur Vorbereitung eines möglichen Einsatzes in der Straße von Hormus hat Verteidigungsminister Boris Pistorius angekündigt, deutsche Marineeinheiten ins Mittelmeer zu verlegen. „Wir werden einen Minensucher ins Mittelmeer verlegen und ihm ein Führungs- und Versorgungsschiff zur Seite stellen“, sagte der SPD-Politiker der „Rheinischen Post“. Wann genau sie aufbrechen sollen, sagte er nicht.
Infolge des Iran-Kriegs ist die Straße von Hormus derzeit blockiert. Die Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman ist eine wichtige Schifffahrtsroute für den Ölhandel – die Blockade belastet daher die Weltwirtschaft.
Minensucher der Deutschen Marine (Archivbild). dpa
Bessent schließt weitere Sanktionsausnahmen für Öl aus Iran und Russland aus
US-Finanzminister Scott Bessent schließt eine Verlängerung der Ausnahmegenehmigungen von den US-Sanktionen für iranisches und russisches Öl aus. Das sagte er in einem Interview der Nachrichtenagentur AP.
Iranischer Außenminister in Pakistan eingetroffen
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi ist nach pakistanischen Angaben in der dortigen Hauptstadt Islamabad eingetroffen. Den Angaben zufolge will er dort Vorschläge zur Wiederaufnahme der Friedensgespräche mit den USA erörtern. Ob er direkt mit US-Verhandlungsführern zusammentreffen wird oder nicht, war unklar. Pakistanische Insider sagten, Araghtschi habe kein solches Treffen geplant. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, erklärte indes, die US-Sonderbeauftragten Steve Witkoff und Jared Kushner würden am Samstagmorgen nach Pakistan aufbrechen, um Gespräche mit Araghtschi zu führen.
Trump: Iran plant Vorlage eines Angebots
US-Präsident Donald Trump sagt der Nachrichtenagentur Reuters, der Iran plane, ein Angebot zu unterbreiten, das darauf abziele, die Forderungen der USA zu erfüllen. „Sie unterbreiten ein Angebot, und wir werden sehen.“ sagt Trump in einem Telefoninterview. Wie das Angebot aussehen werde, wisse er noch nicht. Auf die Frage, mit wem die USA verhandelten, sagt Trump: „Das möchte ich nicht sagen, aber wir verhandeln mit den Leuten, die derzeit das Sagen haben.“ Ob der Iran tatsächlich ein Angebot vorlegen will, das die US-Forderungen erfüllt, ließ sich nicht unabhängig prüfen. Trump hat im Iran-Krieg wiederholt Dinge so dargestellt, dass sie ihn in einer starken Position erscheinen ließen. Anschließende Entwicklungen hatten dies dann aber zum Teil nicht widergespiegelt.
USA verhängen Sanktionen gegen Raffinerie in China
Die US-Regierung hat neue Wirtschaftssanktionen gegen eine große Raffinerie in China sowie gegen rund 40 Reedereien und Tanker im Zusammenhang mit dem Transport iranischen Öls angekündigt. Die am Freitag angekündigten Maßnahmen, über die zuerst die Nachrichtenagentur AP berichtete, folgen einer Drohung der Regierung von Präsident Donald Trump, sogenannte Sekundärsanktionen gegen Unternehmen und Staaten zu verhängen, die Geschäfte mit dem Iran tätigen.
Auf diese Weise will Washington die Islamische Republik ihrer wichtigsten Einnahmequelle berauben: dem Export von Erdöl. Denselben Zweck verfolgt auch die US-Seeblockade gegen iranische Häfen in der Straße von Hormus. Die neuen Sanktionen betreffen unter anderem eine Anlage des chinesischen Petrochemieunternehmens Hengli im Hafen Dalian. Die Raffinerie hat eine Verarbeitungskapazität von rund 400.000 Barrel Rohöl pro Tag und gehört damit zu den größten unabhängigen Raffinerien Chinas.
Weißes Haus: Trump schickt Witkoff und Kushner nach Islamabad
US-Präsident Donald Trump schickt seinen Schwiegersohn Jared Kushner und den Sonderbeauftragten Steve Witkoff zu neuen Gesprächen mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi nach Islamabad. Das teilte das Weiße Haus am Freitag mit.
Präsident Aoun fordert von EU Konferenz zum Wiederaufbau des Libanons
Der libanesische Präsident Joseph Aoun hat die Europäische Union aufgefordert, eine Konferenz zum Wiederaufbau seines Landes auszurichten. „Die Stabilität des Libanon ist Teil der Stabilität der Region“, sagte Aoun am Freitag in Zypern, wo er als Gast am EU-Gipfel teilnahm. Sein Land weigere sich aber, als Verhandlungsmasse in regionalen Konflikten zu dienen. Er bezog sich mit dieser Äußerung offenbar auf den Iran, der einen dauerhaften Waffenstillstand zwischen Israel und der militanten Hisbollah-Miliz ganz oben auf seine Liste für Forderungen in den Gesprächen mit den USA gesetzt hat.
Aoun sagte, der Libanon lege wie andere Länder in der Region großen Wert auf Deeskalation, Stabilität und Frieden. Der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah habe aber Schäden in Höhe von 1,4 Milliarden Dollar an der libanesischen Infrastruktur verursacht und 38.000 Wohneinheiten zerstört, sagte der Präsident unter Berufung auf Zahlen der Weltbank. 150.000 Menschen im Libanon seien obdachlos geworden.
Bericht: Trump schickt Witkoff und Kushner zu Iran-Gesprächen
US-Präsident Donald Trump schickt einem Medienbericht zufolge den Sonderbeauftragten Steven Witkoff und seinen Schwiegersohn Jared Kushner zu Gesprächen mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi nach Pakistan. Dies berichtet der Sender CNN unter Berufung auf zwei US-Regierungsvertreter.
Verlängerte Waffenruhe bringt vorsichtige Rückkehr im Südlibanon
Die Verlängerung der Waffenruhe im Krieg zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah hat einige der im Libanon Vertriebenen zu einer Rückkehr in den Süden des Landes bewegt. In Beirut packten Familien ihre Sachen, um in Richtung der südlichen Städte Tyros und Nabatieh aufzubrechen, wie eine dpa-Reporterin berichtete. Für viele ist die Rückkehr von großer Unsicherheit geprägt.
„Wir wissen nicht, was uns erwartet … aber alles ist besser als ein Notquartier“, sagte Khalil aus der Region Tyros. „Wir können nicht glücklich sein. Das Land ist verloren … viele Märtyrer und viele traurige Geschichten prägen den Süden“, sagte Fatima, die während der Kämpfe ihren Verlobten verlor. Ein Rückkehrer sagte, er „muss zurück. Unser Land ist dort … und das Leben, das wir lieben, ist dort“.
Weite Teile des Südens sind weiterhin stark zerstört, es fehlt zudem an grundlegender Infrastruktur. Israel hat im Konflikt mit der Hisbollah Angriffe im gesamten Libanon, aber schwerpunktmäßig im Süden unternommen, wo das Land eine „Sicherheitszone“ errichtet hat. Kritiker sprechen von einer illegalen Besatzung und möglichen Kriegsverbrechen.
Israelischer Angriff in Gaza-Stadt – Mindestens drei Tote
Bei einem israelischen Angriff in Gaza-Stadt werden nach Angaben palästinensischer Sanitäter mindestens drei Menschen getötet. Der Beschuss trifft demnach ein belebtes Viertel in der Nähe einer Bank, die von örtlichen Polizisten bewacht wird. Das Innenministerium im Gazastreifen teilt mit, bei dem Vorfall seien zwei Polizisten getötet und zwei weitere verletzt worden. Das israelische Militär äußert sich zunächst nicht.
USA halten Besatzungen beschlagnahmter Tanker weiter fest
Die Besatzungen von drei in dieser Woche von den USA beschlagnahmten Tankern befinden sich weiter in US-Gewahrsam. Das teilte Generalstabschef Dan Caine am Freitag mit. „Wir werden weiterhin ähnliche maritime Interventionsaktionen und Aktivitäten im Pazifik und im Indischen Ozean gegen iranische Schiffe und Schiffe der Schattenflotte vornehmen“, sagte er bei einer Pressekonferenz.
Zu dem ersten am Sonntag von US-Kräften festgesetzten Handelsschiff, der „Tousca“, sagte Caine, dessen Besatzung habe Warnungen über einen Zeitraum von sechs Stunden wiederholt ignoriert. Dieses Verhalten habe den US-Zerstörer, der das Schiff verfolgte, veranlasst, fünf Warnschüsse abzugeben.
Da Schiff und Besatzung die Warnungen weiter missachtet hätten und alle anderen Mittel ausgeschöpft gewesen seien, habe das zuständige US-Regionalkommando Centcom schließlich den Beschuss des Schiffs genehmigt. Der Zerstörer habe die „Tousca“ daraufhin mit gezieltem Beschuss des Maschinenraums und des Antriebsbereichs gestoppt. Anschließend habe die Besatzung des angegriffenen Schiffs den Anweisungen Folge geleistet.



