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Iran und USA arbeiten an Friedensabkommen – Unterzeichnung möglich

12. Juni 2026· Michael Reinhardt

Nach Wochen intensiver Verhandlungen berichten beide Seiten von substanziellen Fortschritten. Ein Rahmenabkommen könnte dem iranischen Außenministerium zufolge bald vorliegen. Allerdings bleiben Details umstritten.

Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über ein Ende des Konflikts am Golf kommen offenbar voran. Der iranische Außenamtssprecher Ismail Baghai teilte mit, dass ein Verhandlungstext zum Rahmenabkommen überwiegend finalisiert sei. Auch Pakistan, das als Vermittler fungiert, bestätigte, dass ein abgestimmter Textentwurf vorliegt. US-Präsident Trump äußerte sich optimistisch und deutete an, dass eine Unterzeichnung möglicherweise am Wochenende in Europa erfolgen könnte, möglicherweise in Genf.

Die USA haben fünf Kernforderungen definiert: Das iranische Nuklearmaterial soll zerstört und abtransportiert werden, das Atomprogramm abgebaut, eingefrorene iranische Vermögenswerte erst nach Erfüllung von Bedingungen freigegeben, die Straße von Hormus geöffnet und die Finanzierung terroristischer Gruppen beendet werden. Israel warnte allerdings vor zu großen Zugeständnissen und fordert, dass auch das iranische Raketenprogramm und die Unterstützung bewaffneter Gruppen in Verhandlungen berücksichtigt werden.

Trotz der optimistischen Signale bleiben Unstimmigkeiten. Der Iran wirft den USA vor, ihre Positionen ständig zu ändern. Trump wiederum kritisierte iranische Darstellungen zum Verhandlungsstand als unwahr. Die genaue Zeitleistung für die Umsetzung einzelner Punkte bleibt unklar, ebenso der finale Status mehrerer Streitpunkte wie dem iranischen Raketenprogramm.

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