Israel führt massive Luftangriffe im Libanon durch
Mit über 120 Luftschlägen hat Israel den Libanon angegriffen. Parallel fordern die USA und der Iran weiterhin gegenseitig Zugeständnisse in laufenden Friedensverhandlungen.
Israel hat den Libanon nach Angaben von Sicherheitsquellen mit mehr als 120 Luftschlägen bombardiert. Berichten zufolge handelt es sich um eine der heftigsten Luftkampagnen der vergangenen Wochen. Bei einem Angriff auf die südlibanesische Stadt Burdsch al-Schamali kamen mindestens zehn Menschen ums Leben. Zusätzlich orderte die israelische Armee Bewohner der Küstenstadt Tyrus zur Evakuierung auf – eine ungewöhnliche Maßnahme seit Verkündung der Waffenruhe mit der Hisbollah.
Parallel zu den Kampfhandlungen zieht sich der diplomatische Verhandlungsprozess hin. Das Weiße Haus widersprach einem Bericht des iranischen Staatsfernsehens über einen angeblichen Entwurf für ein Abkommen zwischen USA und Iran. Washington bezeichnete die Meldung als vollständige Erfindung. Währenddessen beteuert Teheran, dass das angereichertes Uran nicht Gegenstand aktueller Gespräche sein werde.
Unterdessen kam es erneut zu Kampfhandlungen: Die USA bestätigten Luftangriffe auf iranische Raketenstellungen und Boote, die Minen in der Straße von Hormus verlegen sollten. Der Iran meldete seinerseits, auf US-Drohnen und Kampfjets gefeuert zu haben. Beide Seiten beharren darauf, defensiv zu handeln und das Waffenstillstandsabkommen nicht zu verletzen.