Waffenruhe im Iran-Konflikt bereits unter Druck
Nur kurz nach Beginn der zweiwöchigen Feuerpause intensiviert Israel seine Militäroperationen im Libanon. Der Iran droht mit dem Ausstieg aus der Vereinbarung.
Die gerade vereinbarte Waffenruhe im Iran-Konflikt gerät bereits unter massiven Druck. Während die internationale Staatengemeinschaft – darunter Pakistan, Spanien und Frankreich – ein Ende der israelischen Luftangriffe fordern, setzt die israelische Luftwaffe ihre Bombardierung fort.
Am Mittwochmittag führte Israel eine beispiellose Angriffswelle durch: Etwa 50 Kampfjets bombardierten innerhalb von zehn Minuten mehr als 100 Ziele der Hisbollah-Miliz im Libanon. Die Anschläge forderten mindestens 182 Todesopfer und verursachten über 900 Verletzte. Getroffen wurden militärische Einrichtungen in Beirut, der Bekaa-Ebene und dem Südlibanon.
Die USA unter Präsident Trump rechtfertigen die Angriffe als Teil der Vereinbarung. Diese Interpretation widerspricht jedoch dem Verständnis anderer Vermittler und stellt die Stabilität der Feuerpause in Frage. Der Iran deutete bereits an, aus der Vereinbarung aussteigen zu können, sollten die israelischen Operationen nicht beendet werden.