Ölpreise fallen nach Iran-Waffenruhe deutlich
Nach der Ankündigung einer zweiwöchigen Feuerpause zwischen Iran und den USA sind die Rohölpreise zweistellig eingebrochen. Die Straße von Hormus soll wieder für den Schiffsverkehr freigegeben werden.
Die Entspannung im Konflikt zwischen Iran und den USA hat unmittelbare Auswirkungen auf die Energiemärkte gezeigt. In der Nacht zum Mittwoch kündigten beide Seiten eine Waffenruhe an – statt einer weiteren Eskalation wie von US-Präsident Trump zunächst angedroht. Der Ölpreis der Nordseesorte Brent reagierte darauf mit einem Kursrutsch um bis zu 16 Prozent auf knapp 92 Dollar pro Fass, erholte sich dann leicht auf gut 95 Dollar, liegt aber immer noch etwa 13 Prozent unter dem Vortagsniveau.
Einen wesentlichen Teil der Entspannung macht auch die geplante Wiederöffnung der Straße von Hormus aus. Diese Meerenge ist für den weltweiten Ölhandel von zentraler Bedeutung. Irans Außenminister kündigte an, den Schiffsverkehr in Abstimmung mit den Streitkräften wieder zu ermöglichen – eine Bedingung, die Trump für die Feuerpause gestellt hatte. Trotz des Rückgangs liegen die Energiepreise weiterhin etwa 30 Prozent über dem Niveau von vor Kriegsbeginn Ende Februar.
Auch an den Aktienmärkten sorgt die Nachricht für Aufbruchstimmung. In Asien legten die Indizes deutlich zu: Japans Nikkei 225 stieg um mehr als fünf Prozent, Südkoreas Kospi um etwa sechs Prozent. Auch europäische Börsen werden eine positive Eröffnung erwartet. Der DAX könnte bis auf 24.112 Punkte steigen und damit eine wichtige technische Marke zurückerobern.