Iran-Krieg: Irans Außenminister kündigt Öffnung der Straße von Hormus an
Irans Außenminister Abbas Araghtschi (Archivbild) Foto: Tatyana Makeyeva/Pool AFP/dpa
Leavitt: Zehn-Punkte-Plan Basis für weitere Verhandlungen
Der vom Iran vorgelegte Zehn-Punkte-Vorschlag zur Beendigung des Krieges ist nach Ansicht von US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt eine Grundlage für weitere Verhandlungen. „Die Worte von Präsident (Donald) Trump sprechen für sich: Dies ist eine praktikable Verhandlungsgrundlage, und diese Verhandlungen werden fortgesetzt“, teilte sie auf Anfrage mit.
Leavitt betonte, dass die Öffnung der für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtigen Straße von Hormus Trump zu verdanken sei. Dieser habe gemeinsam mit dem US-Militär „den Iran dazu gebracht“, die Meerenge wieder zu öffnen.
Pentagon kündigt Pressekonferenz mit Hegseth an
Das Pentagon hat kurzfristig eine Pressekonferenz mit US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine am heutigen Mittwoch angekündigt. Die beiden wollen um 8.00 Uhr (Ortszeit, 14.00 Uhr MESZ) vor die Presse treten.
Der Iran und die USA hatten sich kurz vor Ende eines Ultimatums von US-Präsident Donald Trump auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt. Die Frist wäre am Mittwoch um 2.00 Uhr deutscher Zeit verstrichen. Trump machte in seiner jüngsten Ankündigung die Öffnung der Meerenge zur Bedingung für eine Feuerpause.
Israel auch nach Waffenruhe-Verkündung unter Beschuss
Auch nach der Verkündung einer Waffenruhe durch die USA und den Iran ist Israel in der Nacht weiter unter Raketenbeschuss geraten. Aus den Städten Petach Tikva und Bnei Brak gebe es Berichte über Einschläge, meldete die israelische Nachrichtenseite „ynet“. Kurz darauf heulten im Zentrum und Süden des Landes erneut die Sirenen. Bewohner berichteten von heftigen Explosionen. Die Luftabwehr sei im Einsatz, um die Bedrohung abzuwehren, teilte die israelische Armee auf Telegram mit.
Pakistan: Waffenruhe zwischen USA und Iran ab sofort
Dem Vermittler Pakistan zufolge greift die Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA mit sofortiger Wirkung. Die Islamische Republik Iran und die Vereinigten Staaten von Amerika sowie ihre Verbündeten hätten einer sofortigen Waffenruhe einschließlich im Libanon und andernorts zugestimmt, schrieb Premierminister Shehbaz Sharif auf X.
Sharif lud Delegationen beider Länder für weitere Gespräche am Freitag in die pakistanische Hauptstadt Islamabad ein, wo Vertreter aus Washington und Teheran über ein endgültiges Abkommen zur Beilegung des Konflikts aushandeln sollen.
Beide Seiten hätten in den Gesprächen „bemerkenswerte Weisheit und Verständnis“ bewiesen und sich konstruktiv für Frieden und Stabilität eingesetzt. Irans Nachbarland Pakistan hatte im Krieg zwischen Vertretern aus Washington und Teheran vermittelt.
Irans Außenminister kündigt Öffnung der Straße von Hormus an
Irans Außenminister hat eine Öffnung der Straße von Hormus im Rahmen einer Waffenruhe angekündigt. In Abstimmung mit den iranischen Streitkräften und unter Berücksichtigung technischer Einschränkungen soll der Schiffsverkehr in der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge ermöglicht werden, schrieb Abbas Araghtschi in einer Erklärung.
Iran bestätigt zweiwöchige Waffenruhe
Der Iran hat einer von US-Präsident Donald Trump angekündigten zweiwöchigen Waffenruhe zugestimmt. Das berichtete die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim. Trump hatte die Öffnung der Straße von Hormus zur Bedingung für die Feuerpause gemacht.
Trump will Angriffe auf den Iran für zwei Wochen aussetzen
US-Präsident Donald Trump ist nach eigenen Angaben bereit, zwei Wochen lang auf Bombardierungen und Angriffe auf den Iran zu verzichten, wenn dieser die wichtige Straße von Hormus öffnet. Dabei werde es sich um eine beidseitige Waffenruhe handeln, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit.
Katar: Vier Verletzte nach iranischem Raketenbeschuss
Das Innenministerium von Katar teilt mit, vier Menschen, darunter ein Kind, seien nach einem iranischen Raketenbeschuss verletzt wurden. Die iranischen Raketen seien abgefangen worden, es seien aber Trümmer auf ein Haus im Gebiet Muraikh gefallen.
Pakistan: Friedensverhandlung könnten bald zu Ergebnissen kommen
Die Friedensverhandlungen im Iran-Krieg machen nach Angaben des Vermittlers Pakistan Fortschritte. Die diplomatischen Bemühungen schritten „stetig, entschlossen und kraftvoll voran und könnten in naher Zukunft zu substanziellen Ergebnissen führen“, teilte der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif auf X mit. Er bitte daher US-Präsident Donald Trump eindringlich darum, sein Ultimatum um zwei Wochen zu verlängern. Das Ultimatum, mit dem Trump den „Untergang einer ganzen Zivilisation androhte“, soll nach deutscher Zeit um 2.00 Uhr morgens in der Nacht zu Mittwoch auslaufen.
China und Russland begründen Nein zu UN-Resolution mit Trump-Drohung
China und Russland haben ihr Nein zu einer UN-Sicherheitsratsresolution für die Wiederöffnung der Meerenge von Hormus mit der Drohung von US-Präsident Donald Trump gegen die iranische Zivilisation begründet. Beide Staaten verwiesen am Dienstag auf Trumps Ankündigung, dass „eine ganze Zivilisation heute Nacht sterben wird“, falls der Iran die strategisch wichtige Wasserstraße nicht vor der von ihm gesetzten Frist freigebe. Der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja sagte, der Resolutionsentwurf wäre ein „Freibrief für fortgesetzte Aggressionen“ der USA und Israels gewesen.
Der chinesische UN-Botschafter Fu Cong sagte, die Resolution sei „sehr anfällig für Fehlinterpretationen oder sogar Missbrauch“ und hätte, wenn sie angenommen worden wäre, „eine falsche Botschaft ausgesandt und ernste, sehr ernste Konsequenzen haben“ können.
Selenskyj: Kiewer Militär redet bei Straße von Hormus mit
Ukrainische Soldaten sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj an Beratungen über die Wiederherstellung einer freien Schifffahrt in der Straße von Hormus beteiligt. „Sichere Seeschifffahrt ist ein globales Gut – das wissen wir aus unserer Erfahrung mit der Verteidigung des Schwarzen Meeres“, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft aus Kiew.
Er äußerte sich nicht dazu, wo und in welchem Format ukrainische Militärs beteiligt sind, um die vom Iran blockierte Ölexportroute am Persischen Golf wieder freizubekommen. US-Präsident Donald Trump droht Teheran mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken, sollte die Straße von Hormus nicht freigegeben werden.
SPD-Außenpolitiker: Diplomatie muss USA und Iran an Verhandlungstisch bringen
Der außenpolitische SPD-Sprecher Adis Ahmetovic fordert mehr Diplomatie, um eine Eskalation im Iran-Krieg zu verhindern. „Die europäischen Nato-Partner und die Golfstaaten sind gefordert, ihren gesamten diplomatischen Einfluss zu nutzen, um sowohl die USA als auch den Iran an den Verhandlungstisch zu bringen“, sagt Ahmetovic der Nachrichtenagentur Reuters. Die Initiative Pakistans für eine Waffenruhe sowie die Vermittlungsbemühungen Ägyptens und der Türkei verdienten ausdrücklich Unterstützung. Ahmetovic kritisiert Drohungen Trumps, auch zivile Ziele im Iran anzugreifen. Die SPD sehe den Krieg gegen den Iran als völkerrechtswidrig an: „Sollte auch die Bundesregierung zu dieser Einschätzung gelangen, muss geprüft werden, ob und in welchem Umfang die Nutzung deutscher Standorte wie Ramstein rechtlich zulässig ist – notfalls auch gerichtlich.“
Iran prüft wohl pakistanischen Vorschlag
Ein ranghoher Vertreter des Iran sagt der Nachrichtenagentur Reuters, der Iran prüfe wohlwollend den Vorschlag Pakistans für eine zweiwöchige Waffenruhe.
Weißes Haus: Antwort auf Pakistans Vorschlag wird kommen
Eine Sprecherin des Weißen Hauses sagt dem Portal Axios, US-Präsident Donald Trump sei auf den Vorschlag Pakistans hingewiesen worden, das Ultimatum an den Iran um zwei Wochen zu verschieben. Eine Antwort werde kommen.
Pakistan ruft Trump zu Verlängerung des Ultimatums an Iran auf
Pakistans Ministerpräsident Shehbaz Sharif ruft US-Präsident Donald Trump auf, seine Frist an den Iran um zwei Wochen zu verlängern. Im Gegenzug bitte er die „iranischen Brüder“ aufrichtig, als Geste des guten Willens die Straße von Hormus für den entsprechenden Zeitraum zu öffnen. Die diplomatischen Bemühungen für eine friedliche Lösung des Krieges schritten stetig voran, so Sharif auf der Plattform X. Pakistan war zuletzt ein Mittler zwischen den USA und dem Iran.
„Wirklich inakzeptabel“ – Papst verurteilt Trumps Kriegsrhetorik
Papst Leo XIV. hat die Drohung von US-Präsident Donald Trump gegen die iranische Zivilisation als inakzeptabel zurückgewiesen. Angriffe auf die zivile Infrastruktur wären ein Verstoß gegen das Völkerrecht, sagte der in den USA geborene Leo am Dienstag, als er seinen Landsitz Castel Gandolfo südlich von Rom verließ.
„Wie wir alle wissen, gab es heute diese Bedrohung für die gesamte iranische Bevölkerung. Das ist wirklich inakzeptabel“, erklärte er. Es ist die bisher schärfste Äußerung des Kirchenoberhauptes gegenüber den USA und Israel zum Iran-Krieg.
USA melden iranischen Hackerangriff auf Infrastruktur
Hacker mit Verbindungen zum Iran führen der US-Behörde für IT-Sicherheit zufolge Cyberangriffe auf kritische Infrastruktur der Vereinigten Staaten durch. Die Gruppen griffen gezielt Industrieanlagen an, die über das Internet erreichbar seien, teilte die zuständige Behörde CISA mit.
Demnach sind unter anderem Regierungsbehörden sowie Anlagen der Wasserversorgung und des Energiesektors betroffen. In der Folge würden auf Bedienoberflächen häufig falsche Daten angezeigt. Es komme zu Störungen und finanziellen Schäden. Nähere Angaben zum Ausmaß waren zunächst nicht bekannt.
Frankreich: Man kann eine Zivilisation nicht einfach auslöschen
Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot sagt, er hoffe, dass US-Präsident Donald Trump seine jüngsten Drohungen gegen den Iran nicht in die Tat umsetzen werde. „Man kann eine Zivilisation nicht einfach auslöschen“, sagt Barrot dem Sender France 2. „Natürlich hoffe ich, dass er seine Drohungen nicht wahr macht, die die Region, aber auch die Welt in eine neue Eskalation treiben würden, die besonders gefährlich wäre.“
Irans UN-Gesandter wirft Trump „Aufforderung zu Kriegsverbrechen“ vor
Der iranische UN-Gesandte Amir-Saeid Irawani hat die Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen sein Land als „Aufforderung zu Kriegsverbrechen“ verurteilt. Möglicherweise sei Trumps Ankündigung, am Abend werde eine „ganze Zivilisation sterben“, wenn der Iran sich nicht seiner Forderung nach einer Freigabe der Meerenge von Hormus unterwerfe, sogar eine „Anstachelung zum Völkermord“, sagte Irawani am Dienstag. Die internationale Gemeinschaft müsse Trumps Rhetorik entgegentreten, bevor es zu spät sei.
Irawani kündigte an, falls Trump seine Drohung wahr mache, werde der Iran nicht tatenlos bleiben. „Er wird ohne zu zögern von seinem angeborenen Recht auf Selbstverteidigung Gebrauch machen und sofortige und angemessene Gegenmaßnahmen ergreifen“, sagte der Diplomat.
Iran droht mit Angriff auf israelische Gasfelder
Der Geheimdienst der iranischen Revolutionsgarden droht mit Angriffen auf die beiden israelischen Erdgasfelder Karisch und Tanin. Auf einer veröffentlichten Aufnahme sind drei weitere Angriffsziele verpixelt. Zu dem Foto schreibt der Geheimdienst auf X: „3.30 Uhr Teheraner Zeit (2 Uhr MESZ) werden die Staats- und Regierungschefs der Region ihm (US-Präsident Donald Trump) sagen: Du verdammter Bastard, beende diesen verfluchten Krieg!“
Trump droht dem Iran mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken und einer „Auslöschung“, sollte bis morgen, 2 Uhr MESZ die Blockade der Straße von Hormus nicht aufgehoben sein.
Rubio wirft dem Iran Terrorismus vor
US-Außenminister Marco Rubio hat dem Iran Terrorismus in der Straße von Hormus vorgeworfen. Die Islamische Republik greife Handelsschiffe an, die versuchten, die Meerenge zu durchfahren, erklärte Rubio am Dienstag. Die ganze Welt sei davon betroffen. Der Iran verstoße gegen jedes Gesetz. „Das ist ein großes Problem für die Welt. Dieses Regime glaubt weder an Gesetze noch an Regeln oder irgendetwas in der Art. Es ist ein staatlicher Sponsor von Terrorismus, daher ist es nicht verwunderlich, dass es nun Terroranschläge gegen Handelsschiffe verübt.“
Iranischer Diplomat reagiert auf Auslöschungs-Drohung Trumps
Ein iranischer Diplomat hat die Auslöschungs-Drohung von US-Präsident Donald Trump mit einem historischen Vergleich zurückgewiesen. Modschtaba Ferdussi Pur, der Leiter der diplomatischen Mission des Irans in Kairo, sagte der Nachrichtenagentur AP am Dienstag, die Zivilisation seines Landes sei wie ein Baum, der den Westen genährt habe. Nur ein Narr würde den Ast eines Baumes absägen, auf dem er sitze, erklärte Ferdussi Pur, weil er dann selbst zu Boden stürze. „Und es ist der starke Baum, der immer stehen bleibt, nicht die Äste und Anhängsel, die aus ihm gewachsen sind.“
Internet-Blackout im Iran bleibt offenbar bis Kriegsende bestehen
Irans Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani hat einen freien Zugang der Bevölkerung zum globalen Internet vorerst ausgeschlossen. Sie sagte im staatlichen Fernsehen Irib, die Regierung verfolge zwar das Ziel eines freien Internetzugangs, aber im Krieg gelten andere Überlegungen. Es handelt sich um die bislang längste ununterbrochene Internetsperre in der Geschichte des Landes.
Die 90 Millionen Iraner haben bis auf Ausnahmen seit dem 28. Februar nur Zugang zu einem eingeschränkten internen Intranet, in dem es nur staatlich genehmigte Inhalte gibt. Dagegen nutzt ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats das Internet weiter ohne Einschränkungen. Auch iranische Medien publizieren ihre Nachrichten auf Telegram und X, die eigentlich gesperrt sind.
Weltbank-Chef: Iran-Krieg wird Weltwirtschaft ausbremsen
Der Irankrieg wird nach Einschätzung von Weltbank-Präsident Ajay Banga das globale Wirtschaftswachstum bremsen und die Inflation anheizen. Dies gelte unabhängig davon, wie schnell der Konflikt ende, sagt Banga bei einer Veranstaltung der Denkfabrik Atlantic Council. Die Weltbank habe über ihre Krisenfonds bereits rasch Milliardenhilfen für betroffene Länder bereitgestellt.
Bei der Frühjahrstagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) kommende Woche in Washington dürften Hilfen für Staaten im Mittelpunkt stehen, die unter kriegsbedingten Energiepreissteigerungen und gestörten Lieferketten litten, erklärt er weiter.
UN-Hochkommissar: Trumps Drohung gegen den Iran „widerlich“
Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, warnt nach den jüngsten US-Drohungen gegen den Iran vor schweren Völkerrechtsverletzungen. Er verurteile insbesondere die Drohungen, eine ganze Zivilisation auszulöschen und zivile Infrastruktur anzugreifen, sagte der österreichischen UN-Diplomat in Genf. „Das ist widerlich“, meinte er nach entsprechenden Aussagen von US-Präsident Donald Trump.
Die Umsetzung solcher Drohungen komme schwersten Völkerrechts-Verbrechen gleich, warnte Türk in seiner Stellungnahme, ohne das US-Staatsoberhaupt explizit zu nennen. Der Hochkommissar kritisierte jedoch nicht nur Trump. Er verurteilte „die Flut hetzerischer Rhetorik“ von allen Kriegsparteien, die in den letzten Wochen in dem Konflikt zu hören gewesen sei.
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