Trump fordert Iran zu direktem Kontakt auf – Vermittlungsgespräche stocken
US-Präsident Trump sagt Delegationsreise nach Pakistan ab und fordert den Iran auf, bei Interesse an Verhandlungen direkt Kontakt aufzunehmen. Irans Außenminister reist derweil nach Russland weiter.
Im Iran-Konflikt gibt es derzeit keine Fortschritte: US-Präsident Donald Trump hat die geplante Reise seiner Gesandten nach Islamabad kurzfristig abgesagt. Auf seiner Plattform Truth Social begründete er dies mit Zeitverschwendung und beschuldigte die iranische Führung innerer Zerreißproben. Seine Botschaft an Teheran lautet: "Wenn sie reden wollen, können sie anrufen." Der Iran habe zudem klare Bedingungen zu erfüllen – insbesondere das Verzicht auf Atomwaffen.
Irans Außenminister Abbas Araghtschi war bereits in Pakistan eingetroffen und hatte mit Premierminister Shehbaz Sharif und dem Armeechef verhandelt. Nach seinem eintägigen Aufenthalt reiste er über Russland weiter, um dort mit Präsident Wladimir Putin zu sprechen. Araghtschi beschrieb seine Gespräche in Islamabad als "sehr fruchtbar" und übermittelte pakistanischen Vermittlern iranische Forderungen: sofortige Aufhebung der US-Seeblockade, neue Regeln für die Straße von Hormus sowie Kriegsentschädigungen.
Die Eskalation wirkt sich auf die Ölmärkte aus: Rohölpreise stiegen erneut deutlich an. Unterdessen bemüht sich auch Großbritannien: Premierminister Keir Starmer betont gegenüber Trump die Notwendigkeit, die freie Schifffahrt in der strategisch wichtigen Meerenge wiederherzustellen. Ein diplomatischer Durchbruch zeichnet sich vorerst nicht ab.