Iran-Krieg: Irans Außenminister reist von Pakistan nach Russland weiter
Iranischer Außenminister: Araghtschi ist von Pakistan aus nach Moskau gereist. (Archivbild) Foto: Tatyana Makeyeva/Pool AFP/dpa
Medien: Irans Außenminister zu Gesprächen mit Putin in Russland eingetroffen
Der iranische Außenminister Abbas Aragtschi ist iranischen Medienberichten zufolge in Russland eingetroffen. Dort wird er Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin führen.
Ölpreise steigen erneut wegen stockender Friedensgespräche zwischen USA und Iran
Die Ölpreise haben am Montag wegen stockender Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran erneut deutlich angezogen. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich um gut zwei Prozent auf 107,49 Dollar pro Barrel. Der Preis für die US-Sorte WTI stieg um knapp zwei Prozent auf 96,17 Dollar. Die Hoffnungen auf erneute Friedensbemühungen hatten am Wochenende einen Dämpfer erhalten: US-Präsident Donald Trump sagte eine geplante Reise seiner Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner nach Islamabad ab, obwohl der iranische Außenminister Abbas Aragtschi bereits in Pakistan eingetroffen war.
Medien: Iran macht USA Vorschlag zur Öffnung der Straße von Hormus
Der Iran hat den USA einem Medienbericht zufolge offenbar einen neuen Vorschlag zur Öffnung der Straße von Hormus und zur Beendigung des Krieges gemacht. Der Plan sei bereits über pakistanische Vermittler übermittelt worden, berichtet das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter und zwei weitere Insider. Demnach solle zunächst die Seeblockade aufgehoben werden. Verhandlungen über das iranische Atomprogramm würden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.
Irans Außenminister reist von Pakistan nach Russland weiter
Irans Außenminister Abbas Araghtschi ist nach einem kurzen Besuch in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad nach Russland weitergereist. Zuvor war er in den Oman gereist, das auf der anderen Seite der Straße von Hormus liegt, bevor er seinen jüngsten dreistündigen Besuch in Islamabad absolvierte und anschließend nach Russland aufbrach. Zuvor hatte er die Aussicht auf eine zweite Verhandlungsrunde mit den Vereinigten Staaten infrage gestellt.
Araghtschis zurückhaltender Besuch stand im Gegensatz zu seinem vorherigen Aufenthalt, bei dem er sich mit politischen und militärischen Führern Pakistans traf und Teherans Vorschläge zur Beendigung des Iran-Kriegs vorstellte.
Iran: Gespräche im Oman auch über sicheren Transit in Straße von Hormus
Bei den Gesprächen im Oman geht es nach Angaben des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi auch um die Sicherheit in der Straße von Hormus. Es werde über Wege beraten, einen sicheren Transit durch die wichtige Meerenge zu gewährleisten, teilt der Minister auf der Plattform X mit.
Iranischer Außenminister in Moskau erwartet
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi wird am Montag zu Gesprächen in Moskau erwartet. Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte im Gespräch mit den russischen Staatsagenturen, dass sich Präsident Wladimir Putin mit dem iranischen Außenamtschef treffen wolle. Weitere Details nannte er nicht. Kurz zuvor hatte auch das Außenministerium in Moskau den bevorstehenden Besuch Araghtschis gemeldet.
Moskau und Teheran sind strategische Verbündete, allerdings ist Russland nicht bereit, den Partner im aktuellen Konflikt mit den USA militärisch zu unterstützen. In erster Linie erhält Teheran diplomatische Rückendeckung aus dem Kreml.
Trump zu Iran: Wenn sie reden wollen, sollen sie anrufen
US-Präsident Donald Trump fordert den Iran auf, bei Verhandlungsbedarf den Kontakt zu suchen. „Wenn sie reden wollen, können sie zu uns kommen oder uns anrufen“, sagt Trump dem Sender Fox News. „Wissen Sie, es gibt ein Telefon. Wir haben schöne, sichere Leitungen.“ Der Iran wisse, was für ein Abkommen nötig sei. „Es ist ganz einfach, sie dürfen keine Atomwaffen haben, sonst gibt es keinen Grund für ein Treffen.“ Eine Stellungnahme der Regierung in Teheran liegt zunächst nicht vor.
Iranischer Außenminister Araghtschi erneut in Islamabad
Nur 24 Stunden nach seiner Abreise ist der iranische Außenminister Abbas Araghtschi nach Pakistan zurückgekehrt, um dort weitere Gespräche zur Beilegung des Konflikts zwischen dem Iran und den USA zu führen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim wird Araghtschi der pakistanischen Regierung, die in dem Konflikt vermittelt, die iranischen Bedingungen für eine Beendigung des Krieges übermitteln.
Zu diesen Bedingungen zählen laut Tasnim unter anderem die sofortige Aufhebung der von den USA verhängten Seeblockade sowie die Einführung einer neuen rechtlichen Regelung für die Straße von Hormus. Zudem fordert Teheran Kriegsentschädigungen und Garantien, dass es zu keiner erneuten militärischen Aggression gegen die Islamische Republik kommen wird. Den Atomstreit hingegen wolle der Iran nicht auf die Verhandlungsagenda setzen, hieß es weiter.
Trump und Starmer dringen auf freie Schifffahrt in der Straße von Hormus
Der britische Premierminister Keir Starmer und US-Präsident Donald Trump betonen in einem Telefonat die dringende Notwendigkeit, den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus wieder aufzunehmen. Der Premierminister habe auch über die jüngsten Fortschritte seiner gemeinsamen Initiative mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron zur Wiederherstellung der freien Schifffahrt in der Region informiert, teilt das Büro Starmers mit.
Israel fordert Evakuierung von Orten im Südlibanon
Das israelische Militär hat die Bewohner von sieben libanesischen Ortschaften zur Räumung aufgefordert. Militärsprecher Avichay Adraee erklärte am Sonntag, die militante Hisbollah-Miliz habe die zwischen dem Libanon und Israel vereinbarte Waffenruhe verletzt. Beweise dafür legte er nicht vor. In einem Beitrag in den sozialen Medien kündigte Adraea einen Einsatz des Militärs in dem Gebiet südlich des Flusses Sahrani an. Die Bewohner sollten das Gebiet verlassen.
Pakistan vermittelt weiter zwischen USA und Iran
Die politische und militärische Führung in Pakistan vermittelt weiterhin zwischen den Kriegsgegnern USA und Iran. Trotz der wachsenden Spannungen dauerten indirekte Kontakte zwischen beiden Seiten an, hieß es am Sonntag aus pakistanischen Regierungskreisen der Nachrichtenagentur AP zufolge. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi wurde am Sonntagabend in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad erwartet.
Araghtschi hatte sich bereits am Samstag in Islamabad aufgehalten und dort mit dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif, Armeechef Asim Munir und Außenminister Ishaq Dar gesprochen. Pakistanischen Regierungsvertretern zufolge gab es vorerst keine konkreten Pläne für eine Rückkehr der US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff zu weiteren Gesprächen mit der iranischen Seite.
Irans Außenminister berät im Oman über Nahost-Krieg
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat bei Gesprächen im Oman über die Sicherheit in der Straße von Hormus und eine diplomatische Beilegung des Konflikts mit den USA beraten. Bei dem Treffen mit Sultan Haitham bin Tarik al-Said in Maskat bezeichnet Araghtschi die US-Militärpräsenz in der Region als eine Ursache für Unsicherheit und Spaltung, wie das iranische Außenministerium mitteilt. Er habe zudem einen regionalen Sicherheitsrahmen ohne Einmischung von außen gefordert.
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi trifft den Sultan des Omans, Haitham bin Tarik al-Said. Oman News Agency
Mutmaßlich mehrere Tote nach israelischen Angriffen im Gaza-Streifen
Bei Angriffen des israelischen Militärs im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Ein Mensch sei bei einem Luftangriff in der Nähe des Dorfes Al-Mughraka ums Leben gekommen, teilten örtliche Rettungskräfte am Sonntag mit. Zwei weitere Menschen seien durch israelischem Beschuss mit Schusswaffen und Panzern in der Nähe von Gaza-Stadt umgekommen.
In Chan Junis im Süden hätten israelische Soldaten eine 40-jährige Frau erschossen. Das israelische Militär erklärte, es habe keine Kenntnis von einem Angriff in Chan Junis zum Zeitpunkt des gemeldeten Vorfalls. Die anderen Angriffe würden untersucht. Weiter teilte das Militär mit, es habe seit Freitag mehrere Kämpfer der radikal-islamischen Hamas im Gazastreifen angegriffen und getötet.
Trotz Waffenruhe: Israel und Hisbollah führen Angriffe fort
Israel und die vom Iran unterstützte Hisbollah im Libanon greifen sich trotz der geltenden Waffenruhe weiter gegenseitig an. Bei den jüngsten Angriffen seien am Samstag im südlichen Libanon sieben Menschen getötet und 24 weitere verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Beirut mit. Die Hisbollah sagte, ihre Kämpfer hätten heute früh im Südlibanon unter anderem israelische Soldaten angegriffen. Dabei habe es mehrere Tote gegeben.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wies seine Armee gestern Abend an, Ziele der Hisbollah „intensiv“ anzugreifen. Die israelische Armee warnte Anwohner der südlichen Gebiete nahe der gemeinsamen Grenze erneut, „bis auf weiteres“ nicht in ihre Häuser zurückzukehren.
US-Militär fängt Schiff der iranischen „Schattenflotte“ ab
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben einen mit Sanktionen belegten Frachter der iranischen „Schattenflotte“ abgefangen. Das Schiff sei im Arabischen Meer von einem Helikopter des Zerstörers „USS Pinckney“ gestoppt worden und werde zurück in Richtung Iran eskortiert, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit.
Das abgefangene Schiff, die „M/V Sedan“, gehört demnach zu den 19 Frachtern, die am Freitag mit Sanktionen des US-Finanzministeriums belegt wurden. Die Sanktionen zielen auf die sogenannte Schattenflotte des Irans ab, die nach US-Angaben von zentraler Bedeutung für Teherans Einnahmen aus dem Öl- und Gasexport ist.
Die US-Regierung versucht, den wirtschaftlichen Druck auf den Iran zu erhöhen. Neben Sanktionen gehört dazu auch eine Seeblockade für Schiffe, die aus iranischen Häfen kommen oder diese als Ziel haben. Wie Centcom weiter mitteilte, sind seit Beginn der Aktion 37 Schiffe umgeleitet worden.
Agentur – Irans Außenminister reist nach Oman-Besuch erneut nach Pakistan
Im Ringen um eine diplomatische Lösung des Iran-Konflikts soll der iranische Außenminister Abbas Araghtschi erneut nach Islamabad kommen. Laut dem vom iranischen Außenministerium bekanntgegebenen Programm werde Araghtschi nach Abschluss seines aktuellen Besuches im Oman und vor seiner Weiterreise nach Russland erneut nach Pakistan reisen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna.
Ein Teil der Delegation des iranischen Ministers sei für Konsultationen nach Teheran zurückgekehrt, hieß es weiter. Sie solle sich am Sonntagabend erneut Araghtschi in Islamabad anschließen. Zu dem genauen Grund für die erneute Reise des Chefdiplomaten gab es keine Angaben.
Israel weist Armee zu massiven Angriffen auf Hisbollah im Libanon an
Die israelische Regierung weist das Militär an, Ziele der radikal-islamischen Hisbollah-Miliz im Libanon massiv anzugreifen. Weitere Details werden in einer Mitteilung des Büros von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nicht genannt.
Zuvor wurden nach Angaben der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur vier Menschen bei israelischen Angriffen im Südlibanon getötet. Die israelische Armee meldet ihrerseits Raketenbeschuss der Hisbollah auf Israel. Die anhaltenden Gefechte stellen die Waffenruhe zwischen den Konfliktparteien auf die Probe.
Araghtschi: „Sehr fruchtbarer Besuch“ in Islamabad
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat seine Gespräche mit dem Vermittler Pakistan als ergebnisreich beschrieben. Der Besuch in Islamabad sei „sehr fruchtbar“ gewesen, schrieb Araghtschi auf der Plattform X.
Er habe die iranische Position hinsichtlich „eines praktikablen Rahmens zur dauerhaften Beendigung des Krieges“ übermittelt. Gleichzeitig hinterfragte er die Ernsthaftigkeit der US-Bemühungen in dem diplomatischen Prozess: „Es bleibt abzuwarten, ob die USA es mit der Diplomatie wirklich ernst meinen“, schrieb er.
Araghtschi veröffentlichte den Post nur wenige Minuten, nachdem US-Präsident Donald Trump überraschend auf Truth Social bekanntgegeben hatte, dass er doch keine US-Delegation nach Pakistan schicken werde. Bei der Begründung blieb er vage. Er schrieb, man verschwende zu viel Zeit mit Reisen. Die iranische Führung sei zudem zerstritten. Wenn die Iraner reden wollten, könnten sie einfach anrufen. Die USA hielten zudem alle Trümpfe in der Hand.
Trump: Habe Reise der US-Delegation nach Pakistan abgesagt
Im Ringen um ein Ende des Iran-Kriegs gibt es erneut einen Rückschlag: US-Präsident Donald Trump hat die Reise seines Sondergesandten Steve Witkoff und seines Schwiegersohns, Jared Kushner, nach Pakistan abgesagt. „Zu viel Zeitverschwendung durch das Reisen, zu viel Arbeit!“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.
Pakistan vermittelt in dem Konflikt zwischen dem Iran und den USA. Islamabad versucht, eine zweite Verhandlungsrunde zwischen den Konfliktparteien zustande zu bringen. Die Hoffnungen darauf waren am Freitag gestiegen, nachdem der iranische Außenminister Abbas Araghtschi am Abend in Islamabad eingetroffen war und das Weiße Haus angekündigt hatte, am Samstag eine Delegation dorthin zu entsenden.
Trump schrieb nun auf Truth Social mit Blick auf die Islamische Republik, es gebe „innerhalb ihrer „Führung“ enorme interne Streitigkeiten und Verwirrung“. Niemand wisse, wer das Sagen habe, „nicht einmal sie selbst“. Die USA hielten alle Trümpfe in der Hand. „Wenn sie sprechen wollen, müssen sie nur anrufen!!!“
Berichte: Trump schickt Witkoff nicht nach Pakistan
Im Ringen um ein Ende des Iran-Kriegs hat US-Präsident Donald Trump Medienberichten zufolge die Reise seines Sondergesandten Steve Witkoff und seines Schwiegersohns Jared Kushner nach Pakistan zunächst abgesagt.
Er habe seiner Delegation gesagt, sie sollten nicht fliegen, zitierte der US-Sender Fox News Trump. „Axios“-Reporter Barak Ravid schrieb auf der Plattform X ebenfalls, Trump habe ihn in einem Telefoninterview über die Absage der Reise informiert.
Iranischer Außenminister verlässt Islamabad
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat Pakistan am Samstagabend verlassen – ohne Vertreter der amerikanischen Regierung getroffen zu haben. Araghtschi sprach in der pakistanischen Hauptstadt mit Premierminister Shehbaz Sharif und Armeechef Asim Munir, wie aus pakistanischen Regierungskreisen verlautete.
Das Weiße Haus hatte am Freitag mitgeteilt, Präsident Donald Trump schicke seinen Schwiegersohn Jared Kushner und den Sonderbeauftragten Steve Witkoff zu neuen Gesprächen mit Araghtschi nach Islamabad. Wann deren Ankunft erwartet wurde, sagte das Weiße Haus nicht und wollte sich auch am Samstag dazu nicht äußern.
Araghtschi hatte zu seinem Besuch in Islamabad lediglich erklärt, es gehe um bilaterale Angelegenheiten und Beratungen über regionale Entwicklungen. Dabei ging er nicht auf eine mögliche Wiederaufnahme der Gespräche mit den USA ein. Pakistan bemüht sich derzeit, eine zweite Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran zu ermöglichen.
Irans Präsident ruft Bevölkerung zum Stromsparen auf
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat die Bevölkerung angesichts massiver Versorgungsengpässe zum Stromsparen aufgerufen. Laut der Nachrichtenagentur Mehr sagte Peseschkian, der Konsum müsse eingeschränkt werden. „Zu Hause sollten statt zehn Lampen nur zwei eingeschaltet sein – was spricht dagegen?“
Peseschkian begründete die Krise primär mit militärischen Angriffen der USA und Israels auf die nationale Infrastruktur sowie einer „Belagerung“. Damit bezieht er sich auf die US-Blockade iranischer Häfen. Eine unabhängige Schadensbilanz zu den behaupteten Treffern an Energieanlagen liegt jedoch bisher nicht vor.
Fachleute der Internationalen Energieagentur (IEA) und unabhängige Analysten weisen darauf hin, dass die Ursachen der Krise vielschichtig sind. Demnach gelten seit Jahren eine marode Infrastruktur, staatlich subventionierte Niedrigpreise und gravierende Managementfehler als Haupttreiber des Energiemangels.
Irans Präsident Massud Peseschkian. dpa
Erste Auslandsflüge starten wieder in Teheran
Der internationale Flughafen in Teheran hat Auslandsflüge wieder aufgenommen. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna und der Staatssender Irib bestätigten den Abflug der ersten Maschinen vom Imam-Khomeini-Flughafen nach Istanbul (Türkei), Maskat (Oman) und Medina (Saudi-Arabien). Insbesondere die Verbindung nach Medina ermöglicht gläubigen Muslimen wieder die Pilgerreise in die heilige Stadt Mekka.
Zuvor war der iranische Luftraum für den zivilen internationalen Verkehr faktisch gesperrt, nachdem am 28. Februar direkte militärische Auseinandersetzungen zwischen den USA, Israel und dem Iran ausgebrochen waren. Westliche Fluggesellschaften umflogen die Region seitdem weiträumig. Die Wiedereröffnung folgt nun auf eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran, die am 8. April 2026 unter Vermittlung Pakistans vereinbart wurde.
Insider: Iran hat seine Positionen in Verhandlungen mit USA übermittelt
Der iranische Außenminister Abbas Aragtschi hat Insidern zufolge dem Vermittler Pakistan in Islamabad die Forderungen der Teheraner Führung in den Verhandlungen mit den USA übermittelt. Dabei habe er auch iranische Vorbehalte gegen Forderungen der USA übermittelt, sagt ein an den Gesprächen beteiligter pakistanischer Insider am Samstag der Nachrichtenagentur Reuters.
Aragtschi war am Freitag in der pakistanischen Hauptstadt eingetroffen, wo bereits vor zwei Wochen eine erste Verhandlungsrunde über ein Kriegsende stattgefunden hat. Iranischen Angaben zufolge ist aber diesmal kein direktes Treffen mit US-Vertretern geplant. Für die US-Regierung sollen der Sondergesandte von Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner am Samstag nach Islamabad reisen.
Iran vollstreckt weiteres Todesurteil nach Massenprotesten
Im Iran ist ein weiteres Todesurteil im Zusammenhang mit den Massenprotesten im Januar vollstreckt worden. Nach Angaben des offiziellen Justizportals wurde Erfan Kiani gehängt.
Die iranische Justiz warf Kiani vor, im Auftrag des israelischen Geheimdienstes Mossad an der Zerstörung und Brandstiftung von öffentlichem und privatem Eigentum in Isfahan beteiligt gewesen zu sein. Gemeinsam mit Komplizen soll er Barrikaden aus Holz und Reifen angezündet und Sicherheitskräfte angegriffen haben.
Eine unabhängige Bestätigung dieser Vorwürfe ist derzeit nicht möglich. Der Fall steht im Kontext einer verschärften Hinrichtungswelle nach den landesweiten Protesten vom Januar 2026. Der Vorwurf, als Agent für ausländische Geheimdienste gearbeitet zu haben, gehört dabei zu einer immer wiederkehrenden Rechtfertigung der iranischen Justiz für schnelle Exekutionen.



