Sicherheitskräfte im Irak (am 12. März)
Foto: Ahmad Al-Rubaye / AFP
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Mitten in Bagdad ist am frühen Dienstagabend die amerikanische Journalistin Shelly Kittleson verschleppt worden, wie irakische Medien berichten. Mehrere vermummte Entführer haben demnach die freiberufliche Reporterin vor dem Palestine-Hotel in ein Auto gezerrt. Anschließend hätten sie versucht, mit ihrer Geisel die Stadt gen Süden zu verlassen in Richtung der Kleinstadt Jurf al-Sakhar, die seit Langem als Hochburg radikaler schiitischer Milizen bekannt ist.
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Das irakische Innenministerium gab kurze Zeit später bekannt, man habe die Spur der Täter aufnehmen können: »Die Verfolgung führte dazu, dass ein Fahrzeug der Entführer gestoppt werden konnte, das sich in der Folge überschlug.« Ein Verdächtiger sei festgenommen worden. Anfängliche Berichte, dass Kittleson dabei verletzt befreit werden konnte, wurden nicht bestätigt.
Ein Vertreter des US-Außenministeriums schrieb auf der Plattform X, man habe Kenntnis über die berichtete Entführung einer amerikanischen Journalistin in Bagdad. Das Außenministerium sei zuvor seiner Pflicht nachgekommen, diese Person vor gegen sie gerichtete Drohungen zu warnen, hieß es weiter. Man werde sich weiterhin mit der Bundespolizei FBI abstimmen, um eine schnellstmögliche Freilassung sicherzustellen.
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Kittleson berichtet seit anderthalb Jahrzehnten aus den Krisengebieten der Region, begann 2010 in Afghanistan, war später lang im Irak tätig, hat zuletzt hauptsächlich in Syrien gearbeitet. Von dort recherchierte sie im Januar und Februar 2026 auch für den SPIEGEL über den Kollaps der kurdisch befehligten SDF-Miliz. Ihre Texte und Bilder sind im BBC World Service, Politico, Foreign Policy und diversen weiteren Medien veröffentlicht worden. 2017 erhielt sie die italienische Auszeichnung »Premio Caravella« für ihre Arbeit.
Das irakische Innenministerium versicherte, dass die Ermittlungen mit Hochdruck weitergingen und man sämtliche Umstände der Entführung aufklären wolle. Man werde »keinerlei Versuche dulden, die Sicherheit zu untergraben, und diejenigen verfolgen und vor Gericht stellen, die gegen das Gesetz verstoßen«.
Was klingt, wie eine Selbstverständlichkeit, betrifft einen rasant eskalierenden innenpolitischen Konflikt: zwischen der Regierung und einem Teil jener schiitischen Milizen, die vor Jahren zwar in die offiziellen Streitkräfte eingegliedert, auch vom Staat bezahlt werden – aber niemals gänzlich unter Kontrolle des Staates kamen. Sondern weiterhin auf Befehle aus Iran hörten, dessen Revolutionswächter sie nach 2003 mitgegründet hatten.
Seit dem Ausbruch des Irankriegs feuern die Iran-treuen unter ihnen Raketen und Drohnen auf US-Stützpunkte, aber auch auf Basen anderer irakischer Streitkräfte. Allen voran: die Gruppe Kataib Hisbollah (nicht zu verwechseln mit der libanesischen Hisbollah). Sie soll unbestätigten Meldungen zufolge hinter Kittlesons Entführung stecken. Die Gruppe war zuvor schon verantwortlich für die Entführung von Elizabeth Tsurkov, einer russisch-israelischen Rechercheurin des amerikanischen Thinktanks New Lines Institute. Sie kam erst nach mehr als zwei Jahren im Herbst 2025 frei.
Der Vertreter des US-Außenministeriums betonte in seinem Post, man rate Amerikanern weiterhin, nicht in den Irak zu reisen beziehungsweise das Land unverzüglich zu verlassen. Das Außenministerium lege allen Amerikanern – auch Pressevertretern – nachdrücklich nahe, alle Reisehinweise zu befolgen.
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