US-Seeblockade gegen Iran in Kraft – Verhandlungen laufen weiter
Die USA haben eine Blockade iranischer Häfen umgesetzt. Parallel bemühen sich mehrere Länder um Vermittlung zwischen Washington und Teheran. Pakistan spielt dabei eine Schlüsselrolle.
Das US-Militär hat eine Seeblockade gegen den Iran in Kraft gesetzt, um den Handel über iranische Häfen zu unterbinden. Nach Angaben des US-Regionalkommandos Centcom konnten in den ersten 48 Stunden keine Schiffe die Blockade durchbrechen. Nur ein Rohöltanker ist bislang unter maltesischer Flagge durch die Straße von Hormus in westlicher Richtung gefahren. Das iranische Militär droht mit der Wiederaufnahme von Angriffen, sollte die Blockade die Sicherheit iranischer Schiffe gefährden.
Unterdessen laufen intensive diplomatische Bemühungen. Der pakistanische Militärchef ist in Teheran eingetroffen, um weitere Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA vorzubereiten. Pakistans Premierminister reist durch die Region, um mit Saudi-Arabien, Katar und der Türkei zu sprechen – allesamt wichtige Vermittlerländer. US-Vizepräsident Vance äußerte sich optimistisch über den Verhandlungsfortschritt.
Parallel dazu beraten sich Israel und die libanesische Hisbollah-Miliz weiterhin gegenseitig. Trotz Hoffnungen auf einen Waffenstillstand gehen die Kämpfe im Südlibanon ungebremst weiter. Die Vereinten Nationen haben zehn Millionen Euro Nothilfe für kriegsbetroffene Zivilisten im Iran freigegeben.