Eskalation am Persischen Golf: Iran bricht Verhandlungen ab
Nach israelischen Angriffen im Libanon hat der Iran Gespräche mit den USA beendet. Gleichzeitig droht Teheran mit einer Blockade der Straße von Hormuz. Die Ölpreise sind gestiegen, während Diplomaten versuchen, eine weitere Zuspitzung zu verhindern.
Die Spannungen zwischen dem Iran und dem Westen verschärfen sich weiter. Teheran hat angekündigt, die Verhandlungen mit den USA auszusetzen. Grund ist die israelische Offensive gegen die Hisbollah-Miliz im Libanon, die eng mit dem iranischen Regime verbunden ist. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim will der Iran erst wieder verhandeln, wenn Israel seine Militäroperationen im Libanon beendet und sich aus besetzten Gebieten zurückzieht.
Die Ankündigung hat unmittelbare wirtschaftliche Folgen: Die Ölpreise stiegen um mehr als sieben Prozent. Der Iran deutet zudem an, die strategisch wichtige Straße von Hormuz erneut komplett zu blockieren. Als weitere Reaktion hat Teheran laut US-Militär ballistische Raketen auf Ziele in Kuwait abgefeuert. Das US-Militär reagierte seinerseits mit Angriffen auf iranische Radar- und Drohnenzentren.
Die USA und ihre Verbündeten bemühen sich unterdessen, eine weitere Eskalation zu verhindern. Außenminister Marco Rubio arbeitet an einem neuen Deeskalationsplan: Die Hisbollah soll ihre Angriffe einstellen, Israel würde dafür auf Luftschläge gegen Beirut verzichten. Während sich der Libanon offen für Verhandlungen zeigt, halten die Spannungen in der Region an. Auch in anderen Bereichen stocken die Atomverhandlungen zwischen dem Iran und Washington.